Spielbericht des HBW-Pressedienstes

Der HBW verliert deutlich gegen starke Flensburger

Der HBW Balingen-Weilstetten verlor erwartungsgemäß sein Heimspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt mit 24:32 (13:16). In der ersten Hälfte blitzte immer wieder die herausragende Qualität der Gäste auf, die Hausherren hielten mit aufopferungsvollem Kampf aber dagegen und verkürzten einen zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand bis zum Seitenwechsel auf drei Treffer. In der zweiten Halbzeit hatten die Gallier von der Alb eine starke Phase, obwohl immer wieder in Unterzahl agiert werden musste. Das zwischenzeitliche Verkürzen auf zwei Tore Rückstand war aber das höchste der Gefühle gegen einen stark aufspielenden Meisterschaftskandidaten. Die Mannschaft von Trainer Dr. Rolf Brack zeigte bis zum Schluss Moral und versuchte alles um gegen die Topmannschaft aus dem Norden zu bestehen. Letztendlich scheiterten seine Spieler im Angriff aber zu oft am wieder einmal stark spielenden Mattias Andersson im Tor der SG. Vor allem die Schlussphase, in der die Hausherren viele Chancen liegen ließen, war Grund für die letztendlich deutliche Niederlage.

HBW blieb dran

Das Spiel begann für die Hausherren mit einer Schrecksekunde. Nach dem 0:1 für die Gäste blieb Spielmacher Martin Strobel kurzzeitig verletzt blieben, er konnte aber weiterspielen. Zuvor zeigte Nikolas Katsigiannis im Tor des HBW die erste Parade, Roland Schlinger scheiterte aber am Lattenkreuz. Die ersten Spielminuten waren von der Stärke der Flensburger geprägt. Mattias Andersson war der erwartet starke Rückhalt im Tor und per Tempogegenstoß setzte die SG gleich die ersten Nadelstiche und ging schnell mit 0:3 in Führung. Schlinger erzielte in der 5. Minute den ersten Treffer für die Gallier von der Alb. Wie sein Gegenüber war ich auch die Katze im Tor des HBW hellwach. Er ermöglichte seinen Vorderleuten den 2:3-Anschlusstreffer durch Manuel Liniger, der per Siebenmeter einnetzte. Beide Mannschaften gingen viel Tempo zu Werk, Flensburg war aber sicherer im Abschluss und führte so nach zehn Minuten 3:6.

Den Schwaben fehlte vor allem in der Offensive die Durchschlagskraft. Nach 15 Minuten stand bereits in 3:9-Rückstand zu Buche. HBW-Trainer Dr. Rolf Brack versuchte es deshalb mit dem siebten Feldspieler, was gleich im ersten Versuch erfolgreich war. Matin Strobel fand die Lücke und erzielte den vierten Treffer. Ein gehaltener Ball von Katsigiannis und ein Steal von Martin Strobel ermöglichte es den Hausherren weiter zu verkürzen. In der 20. Minute war der Rückstand bei vier Toren wieder erträglicher. Die Gäste drückten aber aufs Tempo und hatten damit Erfolg. Beim Stand von 7:12 nahm Brack die Auszeit. Mit Erfolg: Florian Billek täuscht den Wurf von Rechtsaußen an, passt aber zum eingesprungenen Schlinger in der Mitte, der per Kempa auf vier Tore verkürzte. Die unglaubliche Effektivität der Flensburger verhinderte zunächst ein weiteres Herankommen. Durch tolle Paraden von Katsigiannis in der Schlussphase der ersten Hälfte kam der HBW weiter an Flensburg heran. Martin Strobel zwei Minuten vor dem Seitenwechsel auf 13:16. In den letzten Sekunden hatten die Gallier gar die Chance auf zwei zu verkürzen. Andersson im Tor der Gäste hielt aber die Drei-Tore-Führung vorerst fest.

Starker Zwischenspurt des HBW

Auch in der zweiten Hälfte probierte es Brack mit Felix König im grünen Leibchen und einem verwaisten HBW-Tor. So gelang es kurzzeitig den Rückstand gar auf zwei Treffer zu verkürzen. Zwei aufeinanderfolgende Fehler im Angriff ermöglichte Flensburg aber die Führung erneut auszubauen. In der 35. Minute lag der HBW wieder mit vier Treffern zurück. Liniger hatte die Möglichkeit per Siebenmeter auf 15:18 zu verkürzen, scheiterte aber an Sören Rassmussen, der eigens für den Strafwurf eingewechselt wurde. Dann wurde es hektisch auf der Platte. Die Gallier von der Alb wurden innerhalb weniger Sekunden mit zwei Zweiminuten-Strafen in die doppelte Unterzahl geschickt. Diese wurde weitestgehend schadlos überstanden, vor allem dank der herausragenden Paraden der Katze im Tor des HBW. Kaum war die eine Strafzeit abgelaufen, musste Mannschaftskapitän auf der Bank Platz nehmen. Es schien, als stachele genau das die Hausherren aber umso mehr an. Der HBW spielte mit viel Einsatz und Engagement und kämpfte so, wie es die Zuschauer in der Balinger SparkassenArena sehen wollten Felix König verkürzte in der 39. Minute auf 17:19. Sollte es doch nochmal ein offenes Spiel werden?

Vorerst zumindest nicht. Denn nur kurze Zeit nachdem die Gallier wieder auffüllen konnten gab es die nächste Zweiminutenstrafe. Flensburg nutzte die Überzahl und ein Pfostentreffer von Schlinger ermöglichte den Gästen erst eine Fünf-Tore-Führung und eine Parade von Andersson dann gar das 19:25 in der 45. Minute. Damit schien die Partie entschieden. Der HBW musste immer wieder eine Unterzahlsituation bestehen. Das gelang zwar immer durch einen aufopferungsvollen Kampf und der Paraden von Katsigiannis, zum Verkürzen des Spielstandes reichte es so aber nicht. Die Gäste aus Flensburg zeigten vor allem im Angriff ihre Klasse und bauten so die Führung bis zum Schlusspfiff noch aus. Nach 60 Minuten gingen die Gäste beim Stand von 24:32 letztendlich als verdienter Sieger vom Platz.  

Die Mannschaften
HBW:
Matthias Puhle, Nikolas Katsigiannis; Fabian Böhm, Felix König (3), Christoph Foth, Dragan Tubic, Frank Ettwein (1), Roland Schlinger (4), Wolfgang Strobel (1), Christoph Theuerkauf, Martin Strobel (6), Michael Kintrup (1/1), Florian Billek (6), Manuel Liniger (2/2)

Flensburg: Mattias Andersson, Sören Rasmussen; Anders Eggert (6/2), Michael V. Knudsen (1), Tobias Karlsson, Drasko Nenadic (3), Holger Glandorf (1), Thomas Mogensen (4), Lasse Svan Hansen (6), Steffen Weinhold (7), Jacob Heinl (4), Olafur Gustafsson, Jim Gottfridsson, Bogdan Radivojevic

Zeitstrafen: HBW 6 – Flensburg 5

Siebenmeter: HBW 3/4 – Flensburg 2/2

Nächste Spiel:
TBV Lemgo gegen HBW Balingen-Weilstetten am Samstag, 7. Dezember, um 19.00 Uhr in der Lipperlandhalle in Lemgo.

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