Spielbericht des HBW-Pressedienstes

Gallier von der Alb kämpfen die Recken nieder

Nach einer unglaublichen Schlussphase siegt der HBW Balingen-Weilstetten gegen die TSV Hannover-Burgdorf  28:27 (15:17). Vor allem die kämpferische Leistung in der zweiten Halbzeit war ausschlaggebend für den Heimerfolg der Gallier von der Alb. Dies war aufgrund des Mindener Siegs gegen die Füchse Berlin auch dringend notwendig. Dragan Tubic erzielte 17 Sekunden vor dem Ende den 28:27-Führungstreffer. Gästetrainer Christopher Nordmeyer nahm umgehend die Auszeit. Die Hausherren hielten den anstürmenden Recken aber Stand, obwohl in der restlichen Zeit noch zwei Zweiminutenstrafen zu verkraften waren. Nikolas Katsigiannis hielt in der Schlusssekunde den entscheidenden Ball.

Wie schon im Spiel gegen Lübbecke erwischte der HBW einen guten Start. Sascha Ilitsch eröffnete mit dem 1:0. Bis zum 2:2 legte Hannover nach, dann leisteten sich die Gäste im Angriff aber einige Fehler, die von den Galliern eiskalt ausgenutzt wurden. In Unterzahl spielend brachte TSV-Trainer Christopher Nordmeyer den zusätzlichen Feldspieler. Nikolas Katsigiannis wehrte den Angriff aber ab, schnappte sich den Ball und versenkte ihn im verwaisten Tor. Der HBW baute seine Führung auf 5:2 aus. Bis zur 10. Minute kämpfte sich Hannover aber wieder zurück und markierte den 6:6-Ausgleich. Nur kurze Zeit später gelang gar der Führungstreffer durch Lars Lehnhoff. Das Spiel blieb weiterhin ausgeglichen, nach 15 Minuten stand es 8:8.

Hannover gelang es immer wieder vorzulegen. Den Galliern von der Alb blieb nichts anderes als immer wieder nachzuziehen. Es war ein Spiel mit viel sehr viel Tempo. Insbesondere die Gäste waren immer wieder über die schnelle Mitte erfolgreich. Aber nicht nur das Tempo war charakteristisch für das Spiel, es war vor allem von hart geführten Zweikämpfen geprägt. Als die Katze in der 22. Minute eine spektakuläre Parade zeigte, wendete sich das Blatt zunächst, der HBW ging mit 24‘:23 in Führung. Diese hatte aber nicht lange Bestand, die TSV zog nach und Frank Ettwein scheiterte an Gästetorhüter Martin Ziemer. Daraufhin legte Hannover wieder vor. Gleich zwei technische Fehler im Angriff der Hausherren münzten die Gäste in eine Zwei-Tore-Führung um. Beim Stand von 15:17 wurden die Seiten gewechselt.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit markierte Kai Häfner den Anschlusstreffer. Im direkten Gegenzug erhöhte Jan Fiete Buschmann wieder auf 16:18, zudem kassierte Martin Strobel eine Zeitstrafe. Das machte den Hausherren im Angriff zu schaffen, Wolfgang Strobel musste wegen angedrohtem Zeitspiel abschließen, scheiterte aber am gut aufgelegten Ziemer. Die TSV nutzte die Überzahl geschickt und ging zum ersten Mal in der Partie mit drei Toren in Führung. Daraufhin verloren die Gallier in der offensive die Torgefährlichkeit. Es dauerte mehrere Minuten ehe Tubic sich den Ball zum 17:19 im Tor der Hannoveraner unterbrachte. Dann endlich gelang ein Zwischenspurt. Die TSV wurde im Angriff fahrlässig. Die Gallier klauten sich den Ball zwei Mal in Folge und Christoph Foth markierte den 19:19-Ausgleich. Jetzt nahm der HBW Fahrt auf. Die Abwehr machte einen hervorragende Job und die Katze im Tor sorgte für den Rest. So gelang in der 44. Minute gar eine Zwei-Tore-Führung.

Daraufhin nahm Nordmeyer die Auszeit für Hannover. Aber auch das brachte vorerst nicht den erhofften Erfolg. Wieder hielt die Katze den Wurfversuch der Gäste. Erst als Foth für zwei Minuten von der Platte musste, Hannover wieder Überzahl agierte, gelang der 21:20-Anschlusstreffer. Tubic versuchte sich daraufhin aus dem Rückraum, wurde aber in der Luft gestoßen und blieb verletzt liegen. Die Schiedsrichter entschieden aber, die Partie weiter laufen zu lassen. In der kurzzeitigen doppelten Überzahl hatte die TSV leichtes Spiel und traf zum Ausgleich. Die Gallier zeigten eine Trotzreaktion: Vor allem im Angriff lief es jetzt flüssiger. Binnen kürzester Zeit legten die Hausherren auf 24:21 vor. Aber wieder verpasste den HBW den Vorsprung zu halten. In der 53. Minute wuchteten die Gäste den Ball zum 24:23-Anschluss ins Tor von Katsigiannis. Es brach die entscheidende Phase an und genau jetzt schwächten sich die Gastgeber selbst. Roland Schlinger kam beim Tempogegenstoß zu spät, bekam zwei Minuten und die TSV markierte in der 56. Minute den Ausgleich. Dennoch überstanden die Gallier den Nachteil gut, Häfner legte trotz Unterzahl zum 26:25 vor. Aber wieder hatte Hannover die passende Antwort. Es waren noch 40 Sekunden zu spielen, der HBW kam in Ballbesitz und Tubic legte zum 28:27 vor. Noch blieben aber 17 Sekunden auf der Uhr – Auszeit Hannover. Die Gallier von der Alb aber hielten dank der Katze aber durch und siegten.

Die Mannschaften
HBW:
Bastian Rutschmann, Nikolas Katsigiannis (1); Fabian Böhm (2), Felix König (3), Christoph Foth (1), Dragan Tubic (4), Frank Ettwein (1), Roland Schlinger (1), Wolfgang Strobel (1), Christoph Theuerkauf (3/2), Martin Strobel (3), Kai Häfner (6), Sascha Ilitsch (1) Manuel Liniger (1)

Hannover: Martin Ziemer, Nikolai Weber; Torge Johannsen (6), Juan Andreu Candau (1), Mait Patrait (5), Jan Fiete Buschmann (2), Joakim Andre Hykkerud (1), Lars Lehnhoff (5), Frej Gustav Rydergard (x), Csaba Szücs (x), Vasko Sevaljevic (5/3), Runar Karason (2), Alvaro Ferrer Vecilla (x), Hendrik Pollex (x)

Zeitstrafen: HBW 6 – Hannover 6

Siebenmeter: HBW 2/4 – Hannover 3/4

Nächste Spiel:
HSV Handball gegen HBW Balingen-Weilstetten am Sonntag, 2. März um 17.15 Uhr in der O2 World in Hamburg.

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