Spielbericht des HBW-Pressedienstes

Gallier erkämpfen sich einen Punkt gegen Magdeburg

In einer packenden Begegnung trennten sich der HBW Balingen-Weilstetten und der SC Magdeburg in einer ausverkauften Porsche-Arena 26:26 (10:12) unentschieden. Herausragend war an diesem Nachmittag in Stuttgart allen voran die Stimmung und Unterstützung der Fans in der Halle. Die Gallier von der Alb fanden gut in die Partie, mussten zur Halbzeitpause aber einen Zwei-Tore-Rückstand hinnehmen. In der zweiten Spielhälfte lagen die Schwaben zeitweise gar mit drei Toren in Führung. Viele Zeitstrafen verhinderten aber das Verteidigen des Vorsprungs. Insgesamt war das Verhältnis neun Zeitstrafen für den HBW gegenüber fünf der Gäste ungleichmäßig verteilt. Kurz vor Spielende legte gar der SCM wieder mit einem Tor vor. Kai Häfner war es, der seiner Mannschaft mit einem Schlagwurf in den Winkel den Ausgleich markierte. Durch die Siege von Gummersbach, Minden und Eisenach am Vortag eigentlich zu wenig für die Schwaben.

Erste Hälfte geht an Magdeburg

Wie schon bei seinem Comeback gegen die Löwen, eröffnete Häfner auch gegen Magdeburg mit dem 1:0 für seine Mannschaft. Da sich Martin Strobel beim ersten Angriffsversuch der Gäste das Spielgerät klaute, konnte Teamkollege Roland Schlinger im Angriff mit dem 2:0 nachlegen. Zwei Pfostentreffer in Folge verhinderten einen weiteren Führungsausbau der Gallier von der Alb. Vor allem Nikolas Katsigiannis im Tor des HBW war in den Anfangsminuten hervorragend aufgelegt. Die Katze entschärfte gleich mehrere Angriffe des SCM in Folge und ermöglichte seinen Vorderleuten so das 3:1 durch Manuel Liniger. Dieser vergab kurz darauf einen Siebenmeter, durch den die Gastgeber gar mit 4:1 in Führung hätten gehen können. Anstatt dessen verwandelte Magdeburg einen Strafwurf auf der Gegenseite.

In der Folgezeit kam der SCM wesentlich besser ins Spiel. Das lag aber unter anderem daran, dass der HBW seine Chancen im Angriff nicht mehr nutzten. In der 13. Minute versemmelte Martin Strobel bereits den zweiten Siebenmeter. So ging Magdeburg kurz darauf mit 3:6 in Führung. Spielmacher Strobel zeigte Einsatzwille und durchbrach mit aller Kraft die mehrminütige Torflaute der Gallier mit einer schönen Einzelaktion. Liniger markierte im nächsten Angriff der Schwaben den Anschlusstreffer zum 5:6. Der SCM verschenkte seinerseits den zweiten Ball in Folge. Die Gallier nutzten dies aus. Liniger traf per Siebenmeter zum Ausgleich nach 18 Minuten. Fast gelang nach einer Parade der Katze gar der Führungstreffer, aber Martin Strobel scheiterte mit einem Hammerwurf am Lattenkreuz.

Danach traf es den HBW schwer. Zunächst musste ein weiterer Gegentreffer hingenommen werden, dann folgte ein weiterer Ballverlust aufgrund eines Wechselfehlers und da Dragan Tubic kurz davor auf die Strafbank musste, waren die Gallier nur noch mit vier Feldspielern auf der Platte. Das war nicht zu verdauen. Schnell waren drei Tore Rückstand auf der Anzeigetafel notiert. Weiter in Unterzahl spielend traf der HBW zwei Mal ins gegnerische Tor. Beide Treffer wurden von den Unparteiischen aber nicht gegeben. Anstatt dessen fanden sich die Gastgeber kurz darauf im Zeitspiel wieder, woraufhin der Ball verloren ging. Den Tempogegenstoß nutzte der SCM zum 6:10. Getragen von einer überragenden Stimmung der ausverkauften Porsche-Arena in Stuttgart kämpften sich die Gallier wieder zurück. Fünf Minuten vor Halbzeitpause gelang der 9:10-Anschlusstreffer, welches den neuen SCM-Coach Uwe Jungandreas zur Auszeit bewegte. Ein Fehlwurf, ein Fehlpass und ein Stürmerfaul verhindern den möglichen Ausgleich. Magdeburg nutzte die eigenen Chancen besser und ging daher mit einem 10:12 in die Kabinen.

HBW geht in Führung

Die zweite Halbzeit eröffnete die Katze mit einer Parade. Trotzdem lief es für den HBW nicht nach Plan. Häfner scheiterte im Gegenzug am SCM-Keeper. Zudem musste kurz darauf Martin Strobel für zwei Minuten vom Feld. Damit aber nicht genug. Nur wenige Sekunden später waren die Gallier zum zweiten Mal an diesem Nachmittag in doppelter Unterzahl. Denn auch Frank Ettwein wurde für zwei Minuten von der Platte geschickt. Dank einer schönen Einzelaktion von Mannschaftskapitän Wolfgang Strobel blieben die Schwaben auch mit nur vier Mann weitestgehend unbeschadet. In der 35. Minute markierte Liniger gar den 13:14-Anschlusstreffer. Ein wichtiger Rückhalt in dieser Phase war vor allem Katsigiannis im Tor der Gallier. Durch seine Paraden gelang Florian Billek in der 38. Minute der 15:15-Ausgleichstreffer. Jetzt war etwas möglich, das merkte auch die voll besetzte Halle, die unheimlich lautstark hinter dem HBW stand.

In dieser Phase lief es gut für den HBW. Die Gallier konnten einen minimalen Vorsprung von zwei Toren herausspielen. Der Spielfluss der Schwaben wurde aber durch eine erneute Zweiminutenstrafe unterbrochen. Aber auch dem strotzte der HBW zur Mitte der zweiten Hälfte. Ein Abpraller landete in den Händen der Gastgeber, Billek startet zum 18:15 durch. Nach einer Auszeit von Dr. Rolf Brack hatte Felix König in Unterzahl die Möglichkeit den herausgespielten Vorsprung wieder herzustellen. Er scheiterte aber am starken Dario Quenstedt im Tor des SCM. Ein Ballverlust der Gäste ermöglichte nur wenig später Liniger aber den 20:17-Führungstreffer. 15 Minuten vor dem Spielende lagen die Gallier mit drei Toren in Führung. Diese sollte aber nicht allzu lange Bestand haben. Denn wieder musste der HBW in Unterzahl antreten und Magdeburg schaffte so den Anschlusstreffer. In der 50. Minute trafen die Gäste zum 21:20-Anschluss und nur wenige Sekunden später markierte Robert Weber gar den Ausgleichstreffer.

Die letzten Minuten der Partie waren ein offener Schlagabtausch. Theuerkauf brachte seine Mannschaft acht Minuten vor Spielende wieder mit zwei Toren in Front. Zusätzlich erhielt Magdeburg eine Zeitstrafe. Diese überstanden die Gäste aber gut. Und kaum füllten diese wieder auf, musste Martin Strobel für zwei Minuten auf die Strafbank. Der HBW überstand das nicht so gut wie der SCM. So stand es vier Minuten vor der Schlusssirene 24:24 unentschieden. Es blieb weiter spannend. Liniger legte von Linksaußen wieder vor, Magdeburg glich aber postwenden wieder aus. Daraufhin nahm Brack die Auszeit, es waren noch 120 Sekunden zu spielen. Jetzt bewies der HBW-Trainer Mut. Er brachte mit Felix König den siebten Feldspieler. Die Unparteiischen ließen die Gallier aber nicht abschließen, sondern gaben stattdessen Zeitspiel. Den Ballgewinn nutzten die Gäste zum 25:26. Kai Häfner glich sechs Sekunden vor Spielende mit einem Schlagwurf in den linken oberen Winkel aus. Der SCM nahm noch einmal eine Auszeit. Es sollte aber nicht mehr für einen Abschluss reichen. Der HBW kann sich in der Stuttgarter Porsche-Arena zumindest einen Punkt erkämpfen.

Die Mannschaften
HBW:
Matthias Puhle, Nikolas Katsigiannis; Fabian Böhm (1), Felix König, Dragan Tubic, Frank Ettwein, Roland Schlinger (2), Wolfgang Strobel (2), Christoph Theuerkauf (1), Daniel Wessig, Martin Strobel (2), Kai Häfner (3), Florian Billek (5), Manuel Liniger (10/5)

SC Magdeburg: Gerrit Eijlers, Dario Quenstedt; Bennet Wiegert, Stefan Kneer (3), Andreas Rojewski (4), Kjell Lansberg (1), Maximilian Janke, Sven Vogel, Jure Natek, Yves Grafenhorst (5), Michael Haaß (2), Marko Bezjak (1), Robert Weber (10/2), Marco Oneto

Zeitstrafen: HBW 9 – SCM 5

Siebenmeter: HBW 5/7 – SCM 2/2

Nächste Spiel:
Füchse Berlin gegen HBW Balingen-Weilstetten am Donnerstag, 26. Dezember, um 17.15 Uhr in der Max-Schmeling-Halle in Berlin.

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