Spielbericht des HBW-Pressedienstes

HBW ist raus aus dem DHB-Pokal

Die Negativserie des HBW Balingen-Weilstetten hält weiter an. Auch Rückreise vom Pokalspiel bei der HSG Wetzlar mussten die Gallier von der Alb mit einer Niederlage im Gepäck antreten. Nach einer desolaten Anfangsphase lagen die Schwaben schnell mit 6:0 in Rückstand. Dieser zog sich über das gesamte Spiel hinweg durch. So verloren die Schwaben aufgrund der verschlafenen Anfangsminuten verdient mit 33:29 (16:11). Die HSG Wetzlar zieht damit ins Viertelfinale des DHB-Pokals ein. Der HBW hingegen ist weiterhin auf der Suche nach der eigenen Form. In einer Woche müssen die Gallier von der Alb im ersten Spiel der Rückrunde auswärts bei den Rhein-Neckar Löwen antreten, ehe es am 22. Dezember zum Heimspiel gegen den SC Magdeburg in die Stuttgarter Porsche-Arena geht.

Der HBW erwischte einen denkbar schlechten Start. Nach einem technischen Fehler entschärfte Andreas Wolff zwei Angriffe der Gäste in Folge. So war Wetzlar schon früh mit 4:0 in Fürhung. Und es wurde nicht besser. Kurz darauf kam ein Pass von Felix König an Frank Ettwein nicht an. Die HSG nutzte den Ballgewinn zum 5:0. Die Gallier von der Alb wurden zudem mit einer Zeitstrafe in die Unterzahl geschickt. Mit einem Mann weniger hatte der HBW noch weniger Durchschlagskraft im Angriff – es fielen also weiter keine Tore. In der 9. Minute holte HBW-Trainer Dr. Rolf Brack seine Mannen zur Extrabesprechung an die Seitenlinie. Jetzt galt es ein 6:0-Rückstand aufzuholen. Es brachte aber nichts. Der HBW verlor den Ball im Angriff ohne aufs Tor geworfen zu haben.

Brack versuchte es fortan mit dem siebten Feldspieler. Martin Strobel erlöste die Gäste dann in der 10. Minute mit dem ersten Treffer zum 6:1. Die HSG aber traf munter weiter. HBW-Torhüter Matthias Puhle bekam bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Hand an einen Ball, deswegen durfte sich ab der 12. Minute Karim Ketelaer vom Perspektivkader im Tor der Gallier probieren, denn Nikolas Katsigiannis fehlte aufgrund muskulärer Probleme. Die Denkpause von Puhle war aber nur von kurzer Dauer, bereits in den nächsten Angriffen war er wieder zwischen den Pfosten. Für die Gäste aus Balingen lief es inzwischen etwas besser. Auf weniger als vier Tore konnte der Rückstand aber nicht verkürzt werden. Nach 21 Minuten markierte Dragan Tubic von Rechtsaußen das 13:8.

Sechs Minuten vor dem Seitenwechsel parierte Puhle einen Siebenmeter der Hausherren. Im Gegenzug setzte sich Manuel Liniger auf Linksaußen durch und brachte den Ball zum 14:10 im Tor unter. Die Gallier von der Alb schienen nun endlich im Spiel angekommen zu sein. HSG-Trainer Kai Wandschneider wollte den Lauf der Gäste im Keim ersticken und zückte die Grüne Karte. Eine weitere Zeitstrafe gegen die Schwaben begünstigte Wandschneiders Vorhaben den Lauf des HBW zu unterbrechen. Die Gallier zogen sich aber gut aus der Affäre. Billek traf nach tollem Zuspiel von Tubic mit einem Kempa-Versuch. In der Schlussminute der ersten Hälfte hatten die Schwaben die Möglichkeit den Abstand nochmals zu verkürzen, Liniger scheiterte aber per Siebenmeter und so ging es beim Stand von 16:11 in die Kabinen.

Auch die zweite Halbzeit begann für die Gäste nicht optimal. Nicht genutzte Chancen und eine weitere Zeitstrafe brachten den HBW in Nachteil. Wetzlar baute die Führung bis zur 35. Minute auf 20:13 aus. Brack versuchte es anschließend mit einer sehr offensiven Abwehrvariante, bei der beide Halbangreifer der HSG kurz gedeckt wurden. Der Erfolg zeigte sich zwar einmal, der Ballgewinn wurde aber nicht genutzt. Anstatt dessen gelang Wetzlar zwei schnelle Tore und der Rückstand erhöhte sich aus Sicht der Schwaben binnen kürzester Zeit von fünf auf erneut sieben Treffer.

Die Gallier stemmten sich gegen die Niederlage und versuchten vor allem im Angriff alles Mögliche. Durch das Spiel mit dem siebten Feldspieler gelang das auch erfolgreich. Allerdings war das Problem der bereits bestehende Rückstand aus der desolaten Anfangsphase. Dieser hätte nur noch mit einer bärenstarken Abwehrleistung zum Schrumpfen gebracht werden können. Die HSG Wetzlar fand aber immer wieder die nötige Lücke um zum Abschluss zu kommen, den sie in den meisten aller Fälle erfolgreich verwandelten. Dadurch pendelte sich der Rückstand der Schwaben auf fünf bis sieben Tore ein. Am Ende zog Wetzlar mit einem 33:29-Sieg ins Viertelfinale des DHB-Pokals ein.

Die Mannschaften
HSG Wetzlar:
Magnus Dahl,Andreas Wolff; Kevin Schmidt, Carlos Prieto Martos, Jens Tiedtke, Sebastian Weber, Kent Robin Tönnesen, Tobias Reichmann, Florian Laudt, Steffen Fäth, Kristian Bliznac, Ivano Balic, Evars Klesniks, Christian Rompf, Tobias Hahn, Adnan Harmandic

HBW: Karim Ketelaer, Matthias Puhle; Fabian Böhm, Felix König, Christoph Foth, Dragan Tubic, Frank Ettwein, Wolfgang Strobel, Christoph Theuerkauf, Daniel Wessig, Martin Strobel, Michael Kintrup, Florian Billek, Manuel Liniger

Nächste Spiel:
Rhein-Neckar Löwen gegen HBW Balingen-Weilstetten am Mittwoch, 18. Dezember, um 20.15 Uhr in der SAP-Arena in Mannheim.

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