Vorbericht des HBW-Pressedienstes

Gallier von der Alb erwarten die Bergischen Löwen

Im vorletzten Heimspiel der Saison heißt für die Gallier von der Alb nochmals alles geben. Rein rechnerisch ist der Klassenerhalt noch nicht in trockenen Tücher. Angesichts des Spielplanes gibt es zwar kaum noch Skeptiker, die an der elften Saison in der stärksten Liga der Welt zweifeln, aber von den Verantwortlichen beim HBW Balingen-Weilstetten werden die Glückwünsche zum Klassenerhalt noch kategorisch abgelehnt. Mit einem Sieg gegen den Bergischen HC sollen am Samstagabend aber die letzten Zweifel am Klassenerhalt beseitig werden. Spielbeginn in der Balinger SparkassenArena ist um 19 Uhr. Die Leitung der Partie haben die beiden Unparteiischen Lars Geipel (Steuden) und Marcus Helbig (Landsberg).
 
Bei den Gallier von der Alb konnte man in den letzten Wochen deutlich beobachten, dass die Mannschaft mehr und mehr zu ihrer kämpferischen Einstellung zurückfindet und Schritt für Schritt haben sich die Balinger damit vom Abgrund in die Zweitklassigkeit entfernt. Der Bergische HC stand zeitgleich noch etwas schlechter da, als die Schwaben. Beide Teams hatten Mitte April elf Punkte auf dem Konto, wobei die Bergischen Löwen noch das deutliche schlechtere Torverhältnis im Vergleich mit Schwaben hatten. Dabei hatte der BHC auch noch das REWE Final-Four in Hamburg vor der Brust, für das er sich mit einem Sieg über den Zweitligisten TSV GWD Minden qualifiziert hatte.

Die vermeintliche Doppel- oder Mehrbelastung wurde für die Bergischen Löwen allerdings zur Trendwende. Im Halbfinale traf die Mannschaft von Trainer Sebastian Hinze auf den späteren Pokalsieger Magdeburg und hatte dabei den SCM am Rande einer Niederlage. Erst in der Verlängerung konnten sich die Bördeländer den Einzug ins Finale sichern. Nur wenige Tage später kam es im Ligaspielbetrieb zur Neuauflage zwischen den Halbfinalisten und dieses Mal wurde es zu einer klaren Sache für den BHC. Die Löwen spielten sich den ganzen Frust von der Seele und holten sich mit einem 28:26-Erfolg zwei ganze wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Den Schwung und das Selbstvertrauen aus dieser Partie nahmen Spielmacher Viktor Szilagyi und Co. mit nach Lübbecke zum vorentscheidenden Kellerduell gegen den Tabellenvorletzten. In einer bis zum Schluss ganz engen Kiste, hatten sie nach 60 Minuten mit 27:26 die Nase ebenfalls vorne und damit den nächsten ganz wichtigen Schritt gemacht.

Alles schien auf das entscheidende Spiel in der Balinger SparkassenArena hinaus zu laufen. Drei Tage nach dem hart erkämpften Sieg in Lübbecke trafen die Bergischen Löwen zwar noch auf die HSG Wetzlar, aber in diese Partie gingen sie als klarer Außenseiter. Die Mittelhessen wurden ihrer Favoritenrolle aber nie gerecht. Der BHC lieferte aber vor heimischer Kulisse sein bestes Saisonspiel ab. Beim Zehn-Tore-Vorsprung Mitte der zweiten Halbzeit war die Messe längst gelesen und mit dem unerwarteten 27:21-Erfolg, hatte der BHC den Klassenerhalt so gut wie sicher in der Tasche. Rein theoretisch hätten ihn der ThSV Eisenacher noch einholen können, aber dazu war unbedingt ein Sieg am Mittwochabend gegen FrischAuf Göppingen notwendig. Daran glaubte beim BHC niemand und die Fans wurden zu einem „Liveticker-Event“ eingeladen, um nach einem Göppinger Sieg den Klassenerhalt feiern zu können. Es war zwar bis zum Schlusspfiff ein völlig offenes Spiel zwischen dem frischgebackenen EHF-Pokalsieger und dem ThSV Eisenach, aber nach dem knappen Göppinger Sieg ging in Solingen bei Freibier und Bratwurst die Partie ab.

Soweit sind die Gallier von der Alb noch nicht. Sie benötigen im Moment aus den letzten drei Spielen noch einen Sieg um ebenfalls feiern zu können. Der noch fehlende letzte Schritt soll am Samstag gegen den BHC geholt werden. Wer allerdings glaubt, dass die Bergischen Löwen dem HBW etwas schenken werden, der ist gewaltig auf dem Holzweg. Trotz des sicheren Klassenerhaltes werden Szilagyi und Co. alles in die Waagschale werfen, um sich für die Niederlage in der Hinspielrunde zu revanchieren. Sie werden sich auch dagegen wehren, dass der HBW mit einem Sieg in der Tabelle wieder an ihnen vorbeizieht. Dabei hat die Spielgemeinschaft aus Wuppertal und Solingen natürlich den Vorteil, dass sie jetzt im Gegensatz zu den Galliern von der Alb völlig unbeschwert aufspielen kann.

Im Vergleich zum Auswärtsspiel in Gummersbach wird HBW-Coach Frank Bergemann voraussichtlich wieder auf die zuletzt grippekranken Christoph Theuerkauf, Christoph Foth und Dennis Wilke zurückgreifen können. Alle drei sind diese Woche wieder ins Training eingestiegen. Wie er seine Grippe überstanden hat und was er vom Spiel am Samstag erwartet, hat Christoph Foth im Interview mit HBW.tv erzählt (s. nachfolgend).

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