HBW will Schwung aus dem Leipzig-Spiel mitnehmen

Gallier von der Alb zu Gast beim Klub-Weltmeister

Die Erleichterung war auch in der Trainingswoche nach dem 27:25-Heimsieg gegen den SC DHfK Leipzig förmlich greifbar. Durch den Sieg konnten die Gallier von der Alb die Abstiegsränge verlassen und sich endlich für harte Trainingsarbeit und engagierte Auftritte auch mal wieder mit zwei Punkten belohnen. Den Trend wollen die Gaugisch-Schützlinge natürlich möglichst fortsetzen. Dazu gilt es aber, gegen den kommenden Gegner mindestens genauso konzentriert zu agieren wie in der ersten Halbzeit gegen Leipzig. Denn mit den Füchsen Berlin wartet am kommenden Sonntag, 6. Dezember, 17:15 Uhr, ein echter Brocken auf den HBW.

Gallier-Coach Markus Gaugisch geht die Aufgabe beim amtierenden EHF-Pokal-Sieger und Klub-Weltmeister gewohnt sachlich und motiviert an: „Ich erwarte von der Mannschaft, dass sie nach dem Sieg jetzt nicht schon wieder satt ist, sondern dass wir weiter versuchen jedes Spiel so anzugehen, dass wir um eine Siegchance spielen. Ob das in Berlin ist oder zu Hause gegen eine andere Mannschaft, ist egal. In jedem Spiel gibt es diese Chance und für uns ist es wichtig, auch mal einen Coup zu landen und nicht nur die Pflichtaufgaben zu erfüllen.“

Die Statistik spricht allerdings gegen die Schwaben, denn aus den letzten zehn Duellen konnten die Balinger nur einen mickrigen Punkt holen. Das letzte Duell am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison, bei dem es für beide Teams um nichts mehr ging, gewannen die Füchse in der SparkassenArena mit 35:26.

Blickt man auf die aktuelle Saison und die aktuelle Tabelle ist die Favoritenrolle erneut klar verteilt. Der HBW konnte sich durch den Heimsieg am vergangenen Wochenende zwar auf Platz 14 verbessern, doch trennt die Gallier nur ein einziges Pünktchen vom ersten Abstiegsplatz.

Die Hauptstädter starteten überragend in die Saison 2015/16. Ein früher Höhepunkt war der Gewinn der Klub-WM im September. Die Euphorie aus diesem Überraschungserfolg wurde zuletzt allerdings etwas gedämpft. Erst vergangene Woche scheiterte der Titelverteidiger noch vor der Gruppenphase des EHF-Pokals und musste somit in diesem Wettbewerb schon frühzeitig die Segel streichen. Auch in der Liga waren die Ergebnisse zuletzt durchwachsen. Vier Siege gegen Lemgo, Gummersbach, Lübbecke und den BHC, drei Unentschieden gegen Magdeburg, Hannover und Flensburg sowie drei Niederlagen gegen Kiel, Göppingen und die Rhein-Neckar Löwen stehen aus den letzten zehn Partien zu Buche. Trotzdem rangiert Berlin derzeit auf dem 5. Platz, der zur Teilnahme am EHF-Pokal berechtigen würde.

Aufpassen müssen die Gaugisch-Schützlinge vor allem auf Füchse-Mittelmann Petar Nenadic. Der serbische Nationalspieler steht derzeit mit 109 Toren ganz oben in der Torschützenliste der DKB Handball-Bundesliga. Aber auch sonst fehlt es den Berlinern nicht an namhaften Spielern. Ob Heinevetter im Tor, Wiede und Nenadic im Rückraum oder Jesper Nielsen am Kreis – an Qualität mangelt es den Füchsen nicht.
Nebenbei treffen die Gallier von der Alb bei ihrem Gastspiel im Fuchsbau auch auf einen alten Bekannten: Faruk Vrazalic spielte bis zum Ende der vergangenen Saison noch für den HBW und geht seit diesem Sommer nun für die Füchse auf Torejagd.

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