Spielbericht des HBW-Pressedienstes

Gallier von der Alb haben gegen den TuS N-Lübbecke einen großen Schritt zum Klassenerhalt verpasst

Im Kellerduell in der DKB Handball-Bundesliga musste sich der HBW Balingen-Weilstetten dem Tabellenvorletzten TuS N-Lübbecke mit 25:24(10:9) geschlagen geben und verpasste es damit, einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Mit dem letzten Angriff hatten die Schwaben in der Lübbecker Kreissporthalle noch die Möglichkeit den Ausgleich zu erzielen, aber im Gegensatz zum Spiel vor einer Woche fand der letzte Wurf aber nicht den Weg ins Lübbecker Gehäuse. So konnte der Tabellenvorletzte am 22. Spieltag den ersten Saisonsieg bejubeln. Der HBW bleibt trotz der Niederlage zunächst auf dem 14. Tabellenplatz, aber der Abstand auf die Abstiegsränge wird geringer.

Wie erwartet entwickelte sich von Anfang an ein hart umkämpfter Fight, in dem es beide Mannschaften zunächst verpassten, den ersten Treffer zu setzen. Erst in der siebten Spielminute gelang es Christoph Theuerkauf, den Ball zum ersten Mal in die Maschen zu wuchten. Bis dahin konnten sich lediglich die Torhüter auszeichnen und auch die beiden Unparteiischen Colin Hartmann und Stefan Schneider (Barleben/Magdeburg) hatten die ersten Zeichen gesetzt und für die Spieler die Grenzen des Erlaubten abgesteckt. Kompromisslos und ohne vorherige Verwarnung schickten sie nach nur 63 Sekunden Spielzeit den Lübbecker Nikola Manojlovic für zwei Minuten auf die Bank. Bevor die Balinger die Überzahl aber nutzen konnten, sorgten Hartmann / Schneider wieder für eine Gleichzahl auf dem Parkett. Dieses Mal traf es den Balinger Abwehrchef Davor Dominikovic, der ebenfalls für zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen musste.

Dem 1:0 von Theuerkauf ließ Yves Kunkel per Tempogegenstoß noch das 2:0 folgen, aber danach waren auch die Hausherren im Spiel. Innerhalb von einer Minute machten die Ostwestfalen aus dem 0:2 eine 3:2-Führung. Das und vor allem wie es zu den Treffern gekommen war, gefiel Balingens Coach Frank Bergemann überhaupt nicht und nach nur knapp neun Minuten nahm er seine erste Auszeit. Nach dieser Auszeit war die Partie völlig ausgeglichen, wobei die Hausherren immer einen Treffer vorlegten und der HBW nachzog.

Nach zwanzig Minuten schien es so, als ob der Tabellenvorletzte etwas mehr Oberwasser bekommt. Eine Parade ihres Torhüters veredelten die Hausherren zur ersten Zwei-Tor-Führung. Die Schwaben schlugen jedoch sofort zurück und Yves Kunkel per Strafwurf und Christoph Foth per Nachwurf machten aus dem 7:5 schnell wieder ein 7:7. Den Gallier von der Alb gelang es aber nicht, die Führung wieder an sich zu reißen – ganz im Gegenteil. Nach einem Treffer von Niklas Pieczkowski unterlief den Schwaben ein technischer Fehler den die Ostwestfalen zur erneuten Zwei-Tore-Führung nutzten.

Wie zerfahren und von Fehlern das Spiel geprägt war, unterstreicht die Schlussphase der ersten Halbzeit. Knapp sechs Minuten vor dem Pausenpfiff erzielten die Hausherren das 10:8. Ähnlich wie zu Beginn der Partie folgten mehr als fünf torlose Minuten von beiden Seiten, ehe Alexandros Vasilakis zum 10:9-Pausenstand traf.

Auch in der zweiten Hälfte lebte das Spiel vor allem vom Kampf und die Balinger hechelten ständig einem Lübbecker Vorsprung hinterher. In der 37. Spielminute konnten sich die Hausherren zum ersten Mal beim 14:11 auf drei Tore absetzen. Strobel und Co. gaben sich aber noch lange nicht geschlagen. Der Drei-Tore-Vorsprung hielt zwar bis zum 22:19 in der 51. Spielminute, aber beim 23:23 (57. Min.) war das Spiel wieder völlig offen. Nach dem 24:24 nahm Lübbeckes Trainer knapp zwei Minuten vor dem Schlusspfiff seine letzte Auszeit. Seine Jungs setzten die Vorgaben erfolgreich um und Pieczkowski erzielten das 25:24. Die Gallier von der Alb hatten noch etwas mehr als achtzig Sekunden Zeit für den Ausgleich. Frank Bergemann brachte zunächst für seinen Torhüter einen siebten Feldspieler. Als die Uhr noch elf Spielsekunden zeigte, unterbrach der HBW-Coach das Spiel mit seiner letzten Auszeit. Wie vor einer Woche wurde der letzte Spielzug besprochen, aber in Lübbecke blieb Martin Strobel der Erfolg versagt. Torhüter Nikola Blazicko konnte zum wiederholten Male klären und damit die ersten zwei Punkte für die Ostwestfalen festhalten.

Die Mannschaften

TuS N-Lübbecke: Nikola Blazicko, Matevz Skok (TW); Jens Bechtloff 1, Gabor Langhans 1, Niclas Pieczkowski 6, Nikola Manojlovic 3, Tom Wetzel 1, Vuk Lazovic, Tim Suton 3, Bobby Schagen 3, Pontus Zetterman 1, Piotr Grabarczyk, Christian Klimek 5, Tim Remer 1/1;
HBW Balingen-Weilstetten: Matej Asanin, Peter Johannesson (TW); Fabian Böhm 5, Christoph Foth 1, Jannik Hausmann Alexandros Vasilakis 3, Christoph Theuerkauf 5, Martin Strobel 4, Yves Kunkel 6/5, Julian Krieg, Manuel Frietsch, Sascha Ilitsch, Niklas Ruß, Davor Dominikovic;

Zeitstrafen

TuS 5, HBW 3;

Strafwürfe

TuS 3/1, HBW 5/5;

Nächstes Spiel

HBW Balingen-Weilstetten – SC Magdeburg, Mittwoch, 2. März, SparkassenArena in Balingen.

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