Vorbericht des HBW-Pressedienstes

Im letzten Spiel des Jahres nochmal alles geben - Gallier von der Alb bei Hannover-Burgdorf zu Gast

Während die meisten von uns mit ihren Familien zusammen ruhige und besinnliche Weihnachtsfeiertage genießen können, steht in der DKB Handball-Bundesliga nochmals ein kompletter Spieltag auf dem Plan. Es ist dem internationalen Terminplan geschuldet, dass die Bundesliga-Profis unmittelbar vor Heilig Abend auf die Platte mussten und direkt nach den Weihnachtsfeiertagen schon wieder. Logisch, dass für die Spieler und für die Verantwortlichen das Weihnachtsfest nur eine Randerscheinung war und der Focus an diesen Tagen dem Bundesliga-Alltag gilt. Die Mannschaft des HBW Balingen-Weilstetten ist davon natürlich auch betroffen. Die Gallier von der Alb müssen am Sonntag, 27. Dezember, bei der TSV Hannover-Burgdorf antreten. Spielbeginn in der TUI Arena in Hannover ist um 17:15 Uhr. Die Leitung der Partie haben die beiden Unparteiischen Matthias Brauer (Hamburg) und Kai Holm (Hagen/Schleswig Holstein) aus dem Elitekader des Deutschen Handballbundes.

„Wir wollten heute einfach alles raushauen und alles investieren“, ließ HBW-Kreisläufer Christoph Theuerkauf seinen Emotionen im Interview nach dem Spiel freien Lauf. Die Erleichterung und die pure Freude über den 30:27-Erfolg gegen den TBV Lemgo brach aus dem gebürtigen Magdeburger regelrecht heraus und seinen anderen Mannschaftskameraden, die noch lange auf dem Parkett in der Stuttgarter Porsche-Arena mit den Fans feierten erging es ähnlich. „Endlich konnten wir den Bock umstoßen“, war der Tenor der gesamten HBW-Mannschaft und einige wussten gar nicht wohin mit ihrer Freude. Äußerlich ruhig und abgeklärt erschien dagegen Interimscoach Ecki Nothdurft wenige Minuten nach dem Schlusspfiff auf der Pressekonferenz. „Der Sieg war verdient, wir lagen immer in Führung. Wir haben unheimlich viel Energie ausgestrahlt in der ersten Halbzeit, haben unglaublich viel Leben gezeigt und investiert“, lobte er die Einstellung der kompletten Mannschaft und in der Tat, was die Gallier von der Alb in den ersten 30 Minuten auf die Platte gezaubert hatten, war mit Abstand das Beste, was man von ihnen in dieser Saison bislang zu sehen bekommen hatte.

Der Ruck, der nach der Freistellung von Markus Gaugisch ganz offensichtlich durch die Mannschaft gegangen ist, war sechzig Minuten lang zu spüren und das sah auch Gästetrainer Florian Kehrmann so: „Man hat gesehen, dass in einer Mannschaft kurz nach einem Trainerwechsel bestimmte Mechanismen greifen und, dass sich alle zusammenreißen.“ Zudem hatten die Gallier von der Alb auf der Torhüterposition mit Peter Johannesson ein ganz großes Plus im Vergleich zu Lemgo. Was der Schwede, der nach seiner Verletzung von der ersten Minute an auf der Platte stand, an diesem Abend gehalten hatte, hatte schon gehobenes Niveau. 15 Paraden und ein Treffer zum 15:8 standen nach dem Schlusspfiff für Johannesson in einer bemerkenswerten Statistik. Die beiden Lemgoer Torhüter kamen nicht einmal auf die Hälfte der gehaltenen Bälle.

Zwischenzeitlich ist das Spiel gegen den ehemaligen Deutschen Meister aber Schnee von gestern und die Gallier von der Alb sind auf das Spiel bei der TSV Hannover-Burgdorf fokussiert. Das Hinspiel Anfang Oktober hat Burgdorf mit 30:27(15:15) gewonnen. Die Gallier von der Alb waren in der Balinger SparkassenArena zwar über weite Strecken mit den Niedersachsen auf Augenhöhe, es fehlten aber in den entscheidenden Momenten immer wieder die richtigen Entscheidungen, die notwendige Geduld und der unbedingte Wille, das letzte aus sich rauszuholen, um das Spiel an sich zu reißen. Es fehlte genau das, was die Mannschaft in der Stuttgarter Porsche-Arena besser gemacht hat. Es sei nicht selbstverständlich, dass man die ganze Nervosität, die Anspannung und das ganze Adrenalin handballerisch umsetzen könne, erklärte Nothdurft den entscheidenden Unterschied. Trotz der deutlichen Leistungssteigerung ist er der Ansicht, dass man die zwei Spiele gegen Lemgo und gegen die TSV Hannover-Burgdorf nicht miteinander vergleichen kann. „Ich glaube nicht, dass man von Stuttgart auf Hannover schließen kann. Das wird ein völlig anderes Spiel“, so der Interimscoach im Hinblick auf die Begegnung am kommenden Sonntag.

Einen Tag vor dem Spiel geht Nothdurft davon aus, dass er im letzten Spiel vor dem Jahreswechsel in der TUI Arena in Hannover mit dem gleichen Personal antreten kann, wie zuletzt gegen den TBV Lemgo. Auch bei Hannover erwartet er im Vergleich zum letzten Spiel kaum personellen Veränderungen und mit einem Blick auf den Kader der Niedersachsen und den Ergebnissen im Dezember braucht man sich über die Rollenverteilung auch keinerlei Gedanken zu machen. Die TSV hat ihre vier Spiele im Dezember gewonnen, wobei vor allem die zwei letzten Ergebnisse die Stärke des Tabellenneunten unterstreicht. Nach den Pflichtsiegen gegen Lübbecke und Eisenach kam die HSG Wetzlar gegen die TSV unter die Räder und am Tag vor Heilig Abend haben die Niedersachsen der MT Melsungen die Weihnachtsfeiertage versaut.

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