Vorbericht des HBW-Pressedienstes

Nach historischem Sieg bleibt keine Zeit zum Feiern

Nach dem Weiterkommen im DHB-Pokal bleibt den Gallier von der Alb nicht viel Zeit, um ihren historischen 27:23-Erfolg gegen den Bergischen HC zu feiern. Bereits am Sonntag haben sie mit dem Auswärtsspiel beim Aufsteiger HSC 2000 Coburg eine ganz wichtige Aufgabe vor der Brust. Die Franken sind im Moment zwar Tabellenletzter, aber alles andere als zu unterschätzen. Gegen die Gallier von der Alb werden sie alles in die Waagschale werfen, was sie zu bieten haben. Eine Niederlage gegen den HBW Balingen-Weilstetten wäre für Coburg zum jetzigen Zeitpunkt ein herber Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Spielbeginn die der HUK-Coburg Arena in Coburg ist am Sonntag, 30. Oktober, um 17:15 Uhr. Das Kellerduell zwischen dem Tabellenletzten und den Gallier von der Alb leiten die beiden Unparteiischen Ramesh und Suresh Thiyagarajah aus Gummersbach.

Dass bei den Gallier von der Alb nach dem Doppelpack gegen den Bergischen HC erstmal feiern angesagt war, versteht sich von selbst. Erst das nervenaufreibende Ligaspiel – ein Spiel, das man gegen einen Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt unbedingt gewinnen musste, um nicht schon frühzeitig im tiefsten Abstiegsstrudel zu versinken und dann das Achtelfinale im DHB-Pokal, in dem Strobel und Co. die Gelegenheit nutzen wollten, Vereinsgeschichte zu schreiben. Der Druck vor den Spielen, vor allem vor dem Ligaspiel, war enorm und umso erfreulicher war die Erkenntnis, wie die Mannschaft damit umgegangen ist. Im Vergleich zum Heimspiel gegen Minden, als man in einer ähnlichen Situation war, war der Auftritt gegen die Bergischen Löwen ein deutlicher Schritt nach vorne. Im Achtelfinale war der Sieg kein zwingendes Muss, aber der Wille, das Viertelfinale zu erreichen und damit Vereinsgeschichte zu schreiben, war riesig. Daran änderte sich auch nichts, als klar war, dass man auf Grund von Verletzungen und Krankheitsbedingter Ausfälle, die komplette Vorbereitung in die Tonne klopfen konnte. Was die zusammengewürfelte Mannschaft zeigte, war unglaublich. Die Abwehrleistung zauberte sogar HBW-Coach Rúnar Sigtryggsson ein Lächeln ins Gesicht und das Sonderlob in der abschließenden Pressekonferenz, war für Davor Dominikovic und seinen Abwehrverband so etwas ähnliches wie Ritterschlag.

Sogar der typisch isländisch unterkühlte HBW-Coach hatte Verständnis dafür, dass die Mannschaft feierte. „Die Siege muss man feiern, das ist klar, aber jetzt müssen wir sofort wieder auf den Boden kommen“, erklärte Sigtryggsson einen Tag nach dem historischen Sieg im DHB-Pokal, dass er mit der Mannschaft eine riesen Aufgabe vor sich habe, in der es darum ginge, unheimlich wichtige Punkte zu holen. Der 44-Jährige weiß ganz genau, was ihn am kommenden Sonntagnachmittag erwartet. Er ist in Coburg mit seinen Gallier von der Alb in einer ähnlichen Situation wie der Bergische HC, als er zum Ligaspiel in die Balinger SparkassenArena gekommen ist. Der BHC hatte die bessere Ausgangssituation und wollte wichtige Punkte gegen einen Mitkonkurrenten holen und der HBW stand fast mit dem Rücken zur Wand. In einer ähnlichen Situation ist jetzt Coburg. Eine Niederlage gegen die Schwaben, wäre ein gewaltiger Rückschlag für Trainer Jan Gorr und seine Mannschaft. Der sofortige Wiederabstieg wäre damit natürlich noch lange nicht besiegelt, aber das Abstiegsgespenst würde große, dunkle Schatten auf den HSC werfen.

„Für Coburg wäre ein Sieg gegen uns so etwas wie ein Meilenstein“, glaubt Rúnar Sigtryggsson, dass der zweite Erfolg in der stärksten Liga der Welt für den Aufsteiger zu einem Wendepunkt werden könnte. Der ehemalige 118-fache isländische Nationalspieler will aber alles andere als für die Franken zum Steigbügelhalter werden und deshalb ist es umso verständlicher, dass er seiner Mannschaft nach dem Erreichen des Viertelfinales im DHB-Pokal nur wenig Zeit zum Feiern gelassen hat. „Wir könnten uns mit einem Sieg weiter von den der Abstiegszone distanzieren und den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle schaffen“, stellt Sigtryggsson deutlich heraus, wie wichtig das Spiel und wie wichtig ein Sieg in Coburg für ihn und seine Mannschaft ist. Wer ihm dabei auf dem Parkett zur Verfügung steht, ist allerdings noch völlig unklar. Er hofft, dass der grassierende Darmvirus innerhalb der Mannschaft nicht weiter um sich greift und, dass die die es vor dem Pokalspiel erwischt hat, bis zum Coburgspiel wieder mit dabei sind. Schlimm genug, dass sich mit Julian Krieg die Liste der Langzeitverletzten wieder verlängert hat.

Wie der HBW-Coach das Spiel gegen den HSC 2000 Coburg am Sonntag angehen möchte, hat er im Interview mit HBW.tv erklärt (siehe nachfolgend)

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