Vorbericht des HBW-Pressedienstes

Mit gestärktem Selbstvertrauen zum SC Magdeburg

Nach dem ersten Heimsieg der Saison hatten die Gallier von der Alb so gut wie keine Zeit, den Überraschungserfolg gegen die TSV Hannover-Burgdorf gebührend zu feiern. Kaum recht ausgeschlafen, galt die volle Konzentration schon wieder dem nächsten Auswärtsspiel und das hat es mal wieder in sich. Trotzdem möchten die Schwaben beim SC Magdeburg ihr ansteigende Form erneut unter Beweis stellen und versuchen den nächsten Coup zu landen. Spielbeginn in der GETEC-Arena in Magdeburg ist am kommenden Sonntagnachmittag, 16. Oktober, um 17:15 Uhr. Die Partie steht unter der Leitung der beiden Unparteiischen Matthias Brauer und Kai Holm.

„Es ist nichts passiert. Wir fahren jetzt nach Magdeburg und müssen dort die gleiche Einstellung zeigen wie heute“, verdeutlichte HBW-Geschäftsführer Wolfgang Strobel unmittelbar nach dem Sieg gegen die TSV Hannover-Burgdorf, dass es für die Gallier von der Alb keinerlei Grund zu übertriebener Euphorie gibt. Unter anderen Umständen hätte man den Erfolg gegen Hannover vielleicht als Bonuspunkte bezeichnen können, aber nach dem bisherigen Verlauf der Saison sind sie nicht mehr als ein Ersatz für Zähler die man bis dahin hat liegen gelassen. Balsam für das angekratzte Selbstvertrauen ist der Überraschungserfolg aber allemal. Die Erleichterung nach dem Schlusspfiff waren nicht nur riesig bei den Spielern. Auch bei den Verantwortlichen um die Mannschaft herum und dem ganzen Umfeld war das Durchatmen wahrnehmbar. Strobel trat zwar verständlicherweise die Euphoriebremse getreten, aber er betonte auch: „Das tut gut, vor allem für die Mannschaft und auch für Rúnar.“ Für viele stand der HBW-Coach nämlich bereits in Frage, obwohl es intern dafür keinerlei Anzeichen oder Bemerkungen gab. Jeder beim HBW war sich von Anfang an darüber im Klaren, dass es auf Grund des Umbruchs in der Mannschaft, des Spielplans und den hinzugekommenen Verletzungsausfällen einen Holperstart in die Saison geben kann. Wie wichtig es war, trotz allem in Ruhe und konzentriert weiterzuarbeiten, hatte sich beim Auswärtsspiel in Kiel schon angedeutet und jetzt gegen Hannover bewiesen.

Diesen Aufwärtstrend gilt es am Sonntag fortzusetzen, egal was passiert. Die Hausherren sind schon allein auf Grund der personellen Besetzung klarer Favorit, aber die Gallier von der Alb werden sich nicht verstecken. Sie werden mit gestärktem Selbstbewusstsein versuchen, ihr Ding in der GETEC-Arena zu machen und am Ende wird man sehen was dabei rauskommt. Der Druck des Gewinnenmüssens ist beim SC Magdeburg deutlich größer als für den HBW Balingen-Weilstetten. Die Bördeländer liegen derzeit mit ausgeglichenem Tor- und Punktekonto auf dem achten Tabellenplatz und haben bislang eine solide Saison gespielt. Die Punkte die man von ihnen erwarten durfte, haben sie im Großen und Ganzen gewonnen. Lediglich über die Punkteteilung mit dem SC DHfK Leipzig und über die Niederlage in Gummersbach könnte man diskutieren. Allerdings war das eine ein Lokalderby und ein solches muss man immer einer anderen Betrachtungsweise unterziehen, als die „normale“ Spielen und in Gummersbach kann man, man muss dort aber nicht gewinnen, denn der Altmeister hat bisher insgesamt an seine starken Leistungen aus der vergangenen Saison nahtlos angeknüpft.

Gegen die Gallier von der Alb stehen die Magdeburger aber in der Pflicht und des deshalb lastet der Druck eindeutig auf den Hausherren. Im Gegensatz zu den Schwaben kann SCM-Trainer Bennet Wiegert bei seinem Personal allerdings aus dem Vollen schöpfen und „und ich hoffe, das bleibt noch recht lange so“, erklärte der SCM-Coach zum Wochenbeginn. Er müsse lediglich ein Auge auf seinen zweiten Torhüter Jannik Green haben, der sich den seit Saisonbeginn immer wieder mal mit Rückenschmerzen herumplagt. Da er aber mit Dario Quenstedt zusätzlich einen der besten deutschen Keeper in seinem Kader hat, sind die Rückenprobleme von Green kein ganz so großes Problem und, dass er trotzdem spielen kann, hat sich erste beim letzten Spiel in Stuttgart gezeigt, als er nach seiner Einwechslung zu einem wichtigen Faktor für den Sieg wurde.

Von einem Spiel ohne Verletzungssorgen kann Balingens Coach Rúnar Sigtryggsson nur träumen. In seinem Kader wird sich bis zum Magdeburgspiel nichts ändern. Dass es aber auch „Ohne Fünf“ geht. Im Gespräch mit HBW.tv hat der Isländer die Zielsetzung für das Spiel am Sonntagnachmittag mit einem Augenzwinkernd formuliert: „Wir fahren nach Magdeburg, um die zwei Punkte mitzunehmen!“ Was er im Interview sonst noch erzählt hat, gibt es nachfolgend in voller Länge.

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