Vorbericht des HBW-Pressedienstes

Gallier von der Alb im Kellerduell beim TBV Lemgo

Nach der bitteren Heimniederlage gegen den HC Erlangen müssen die Gallier von der Alb am Sonntagnachmittag beim TBV Lemgo antreten. Für die beiden Tabellennachbarn geht es am 14. Spieltag in der DKB Handball-Bundesliga um ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Die Schwaben könnten bei einem Erfolg den Abstand zum ersten Absteigerplatz, also zum TBV Lemgo, etwas vergrößern. Bei einer Niederlage wird allerdings Lemgo am HBW Balingen-Weilstetten vorbeiziehen und die Schwaben würden auf einen Abstiegsplatz zurückfallen. Anpfiff in der Lemgoer Lipperlandhalle ist um 17:15 Uhr. Das Spiel steht unter der Leitung der beiden Unparteiischen Sebastian Grobe und Adrian Kinzel.

„Das Ergebnis schmeichelt uns. Wir waren über das ganze Spiel nicht ein Tor schlechter, sondern zwischen drei und fünf. Deswegen bin ich sehr unzufrieden“, war HBW-Geschäftsführer Wolfgang Strobel richtig sauer nach dem Spiel gegen den HC Erlangen. In der Tat hätten die Franken in der Balinger SparkassenArena den Sack schon viel früher zumachen können und habe es sich selbst zuzuschreiben, dass es am Ende nochmals eng geworden ist, als die Gallier von der Alb ihre Kämpferqualitäten wieder gefunden hatten. Nach einer Serie von fünf Heimspielen ohne Niederlage war man sich in Balingen zwar darüber im Klaren, wie schwer die Aufgabe gegen den HC Erlangen wird, aber doch zuversichtlich, dass man einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen wird. Umso länger waren die Gesichter nach dem Schlusspfiff, als die Gäste ihren Sieg auf dem Parkett feierten. Man konnte trotz der unglücklichen Aktion mit dem vermeintlichen Ausgleich, der dann doch keiner war, nicht einmal sagen, dass es eine unverdiente Niederlage war. Die Gallier von der Alb hatten mit der Leistung die sie über weite Strecken des Spiels gezeigt hatten, einfach keinen Punkt verdient.

„Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass Pascal Hens kurz vor Spielbeginn ausgefallen ist und nicht helfen konnte,“ suchte HBW-Coach Rúnar Sigtryggsson nach dem Spiel nach Erklärungen dafür, wieso seine Mannschaft den Spielbeginn komplett verschlafen hat. Völlig unverständlich war für ihn auch der Beginn der zweiten Halbzeit, nach dem sich seine Mannschaft wieder zurückgekämpft hatte. „Da haben wir das Spiel verloren. Wir haben viel schlechter gespielt als Erlangen und auch viel schlechter, als wir normalerweise zu Hause spielen“, hatte der Isländer kaum Erklärungen, für den Rückschritt im Vergleich zu den vorherigen Heimspielen. Sigtryggsson ist sich auch darüber im Klaren, dass er mit seiner Mannschaft am Sonntag vor einem ganz schweren Auswärtsspiel steht. „Wenn man die letzten Spiele von Lemgo anschaut und unsere Auswärtsspiele dazu nimmt, dann weiß jeder wie schwer das wird,“ erklärt der HBW-Coach die Herkulesaufgabe, vor der er mit den Gallier von der Alb steht.

Im Kellerduell in der Lipperlandhalle ist der HBW-Coach einmal mehr zum Improvisieren gezwungen. Die Verletzung, die sich Pascal Hens vor dem letzten Spiel gegen Erlangen zugezogen hat, hat sich Bündelriss in der Bauchmuskulatur herausgestellt und ist eine Folgeverletzung von seiner vorherigen Verletzung. Beim HBW geht man im Moment davon aus, dass Hens mindestens bis Weihnachten ausfällt. Neben den anderen Langzeitverletzten, fällt auch der Balinger Top-Torschütze Yves Kunkel aus. Seine muskuläre Verletzung resultiert aus dem letzten Spiel gegen den HC Erlangen, als er kurz vor der Halbzeitpause ziemlich rüde gefoult wurde. Wie lange der Linksaußen fehlen wird, ist der derzeit noch ungewiss, aber ziemlich sicher bis nach dem Pokalspiel gegen die Rhein-Neckar-Löwen. Wie der HBW-Trainer mit den neuerlichen Ausfällen umgeht und wie er das Spiel in Lemgo angehen möchte, hat er wie immer bei HBW.tv in der Spieltagvorschau erzählt (s. nachfolgendes Video)

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