Vorbericht des HBW-Pressedienstes

Schwere Hürde für die Gallier von der Alb

Auch im zweiten Auswärtsspiel im neuen Jahr stehen die Gallier von der Alb vor einer Herkules-Aufgabe. Nach vier Niederlagen in Folge führt sie der 22. Spieltag in den hohen Norden nach Niedersachsen. Genauer gesagt nach Hannover zur TSV Hannover-Burgdorf. Beim Tabellensechsten hängen die Trauben für die Balinger reichlich hoch, denn „Die Recken“ liebäugeln für die kommende Saison mit einem internationalen Startplatz. Auch die Niederlage aus der Hinspielrunde ist ganz sicher noch im Kopf. Spielbeginn in der Swiss-Life-Hall ist am Samstagabend um 19 Uhr. Das Spiel steht unter der Leitung der beiden Unparteiischen Nils Blümel und Jörg Loppaschewski aus Berlin.

„Wir haben grottenschlecht gespielt,“ redete HBW-Trainer Rúnar Sigtryggsson nach der Niederlage gegen den VfL Gummersbach gar nicht lange um den heißen Brei herum, als man ihn nach seinem Fazit zum Spiel gegen den Altmeister befragte. Klar, gegen Gummersbach kann und darf man angesichts der personellen Besetzung verlieren. Es stellt sich aber die Frage wieso und weshalb man verliert und die hat Mannschaftskapitän Martin Strobel klipp und klar beantwortet: „Da brauchen wir nicht lange drum herumreden. Die erste Halbzeit war nicht Bundesliga würdig!“ So oder ähnlich haben das wohl alle in der ausverkauften SparkassenArena gesehen. Drei Tore aus dem Spiel heraus, plus zwei verwandelte Strafwürfe bis zur 28. Spielminute waren mehr als dürftig und entsprachen in keinster Weise den Vorstellungen von Trainer Rúnar Sigtryggsson. Trotz allem war das Halbzeitergebnis noch im Rahmen, aber in der zweiten Hälfte reichten dann erneut, wie schon in den zurückliegenden Spielen zwei, drei kleine Fehler und das Spiel war entschieden.

„Dieser Einbruch war für uns überhaupt nicht vorhersehbar“, erklärte der HBW-Coach, dass die Mannschaft in der Woche zuvor hervorragend trainiert habe. Im Training habe die Leistung gepasst und auch die Stimmung sei hervorragend gewesen. Wahrscheinlich sei die Mannschaft mit dem unwahrscheinlich hohen Druck nicht zurechtgekommen und sei deshalb so gehemmt aufgetreten. Keiner wollte einen Fehler machen und jeder habe die Verantwortung weitergeschoben. Diesen Druck hat seine Mannschaft am Samstagabend nicht. In der Swiss-Life-Hall können sie völlig befreit aufspielen. Der Druck liegt bei Hannover-Burgdorf. Die TSV darf sich keinen Ausrutscher erlauben, denn der SC DHfK Leipzig ist in der Tabelle auf Tuchfühlung. Außerdem haben die Niedersachsen einen ähnlich schlechten Start ins Jahr 2017 hingelegt wie die Schwaben. Im ersten Spiel gab es eine völlig unerwartete und ganz sicher nicht einkalkulierte Niederlage beim Aufsteiger in Erlangen. Das erste Heimspiel gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Mannheim, die Rhein-Neckar-Löwen, war zwar eng, aber Ende nahmen die Löwen die Punkte trotzdem mit und am vergangenen Wochenende zogen „Die Recken“ bei der SG Flensburg-Handewitt den Kürzeren.

Entsprechend fokussiert war die Vorbereitung der TSV Hannover-Burgdorf auf das Spiel gegen die Gallier von der Alb. Die dürfen ganz sicher nicht damit rechnen, dass sie von ihrer „kleinen Filiale“, wie die Burgdorfer von den HBW-Fans angesichts der vielen Ex-HBW’ler auch genannt wird, irgendwelche Geschenke bekommen. Mit Geschäftsführer Benjamin Chatton, Trainer Jens Bürkle, Europameister Kai Häfner, Rückraumshooter Fabian Böhm und Torhüter Martin Ziemer trifft der Tabellenfünfzehnte gleich auf fünf ehemalige Balinger und was HBW-Trainer Rúnar Sigtryggsson von der Mannschaft mit den Ex-Balingern hält, hat er wie immer in der Spieltagvorschau bei HBW.tv erklärt (s. nachfolgendes Video).

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