Vorbericht des HBW-Pressedienstes

HBW trifft auf den EHF Pokal-Gewinner von 2008

Am 14. Spieltag in der 2. Handball-Bundesliga wartet auf den HBW Balingen-Weilstetten ein richtiges Schwergewicht der Liga. Die Schwaben stehen bei der HSG Nordhorn-Lingen auf dem Prüfstein. Der EHF-Pokalsieger von 2008 blickt nach finanziell schwierigen Jahren wieder zuversichtlich nach vorne und will sich in dieser Saison „an die Fersen der Aufstiegsaspiranten heften“. Spielbeginn in der EmslandArena in Lingen ist am kommenden Sonntag, 19. November, um 17 Uhr. Die Leitung der Partie haben die beiden Unparteiischen Tolga Karamuk und Nikos Seliger aus Berlin.

Mit der Geschichte der HSG Nordhorn-Lingen bringt man viele bekannte Namen in Verbindung. In den Jahren 1990 bis 2009 haben dort Spieler wie Holger Glandorf, Steffen Weinhold, Nikolas Katsigiannis, Ljubomir Vranjes, Jochen Fraatz, Tobias Karlsson, Bjarte Myrhol und, und, und gespielt. Der größte Erfolg war 2008 der Gewinn des EHF Pokal und auch in der Beletage des deutsch Handballs mischten die Niedersachsen zwischen 2001 und 2009 kräftig mit. Immer war die HSG im Abschlussklassement in den Top-Ten. Viermal erreichte Nordhorn im DHB-Pokal das Final Four und musste trotz aller Erfolge 2009 in die Insolvenz. Bereits im Jahr zuvor war die HSG Nordhorn in eine finanzielle Schieflage geraten, konnte aber dank Unterstützung der Stadt Lingen den Hals nochmals aus der Schlinge ziehen. Mit der finanziellen Zuwendung war auch der neue Vereinsname, HSG Nordhorn-Lingen verbunden. Die ganze Unterstützung half aber nichts. Der 2008 international erfolgreichste deutsche Klub war im Februar 2009 zahlungsunfähig und musste damals zusammen dem TUSEM Essen den Gang in die Drittklassigkeit antreten.

Zwischenzeitlich hat sich die HSG finanziell wieder erholt und liebäugelt mit dem Gedanken bis 2020 wieder im Handball-Oberhaus eine Rolle zu spielen. Ziel für die laufende Saison: Sich den Aufstiegsaspiranten an die Fersen zu heften und das ist der HSG bislang sehr gut gelungen. Zu Hause ist die Mannschaft von Trainer Heiner Bültmann ungeschlagen. Fünfmal hat der ehemalige EHF-Pokal-Gewinner die eigene Halle als Sieger verlassen und nur einmal musste man sich mit einer Punkteteilung, mit dem VfL Lübeck-Schwartau zufriedengeben. „Das ist schon eine sehr gut eingespielte und abgezockte Truppe“, zollt HBW-Trainer Jens Bürkle der HSG Nordhorn-Lingen großen Respekt. Dennoch will er mit seiner Mannschaft nicht nach Niedersachen in die Grafschaft Bentheim fahren, um in Lingen die Punkte kampflos abzuliefern. „Nordhorn ist zu Hause bisher ungeschlagen, aber wir werden versuchen von dort etwas mitzunehmen“, so der HBW-Coach in der Spieltagvorschau.

Mit dem zurückliegenden Doppelspieltag war HBW-Trainer Bürkle grundsätzlich zufrieden. „Wir hatten in Rimpar bei einem direkten Konkurrenten die Möglichkeit zwei Punkte zu holen, hätten aber am Schluss auch beide verlieren können. Deshalb war ich zufrieden mit dem Punkt und Aue war eigentlich eine souveräne Leistung von allen“, gab es für den Sportwissenschaftler lediglich ein paar Kleinigkeiten, die ihm noch nicht so gefallen haben. Anders dürfte beim kommenden Gegner in Nordhorn aussehen. Die HSG hat nach dem 26:26-Remis am Freitag gegen den VfL Lübeck-Schwartau, am Sonntag eine sicher nicht einkalkulierte Niederlage in Essen kassiert. Grund genug für Nordhorn, gegen die Gallier von der Alb vor heimischem Publikum Wiedergutmachung anzustreben, um den Kontakt zu den oberen Mannschaften in der Tabelle nicht zu verlieren.

Wie Balingens Coach den Gegner einschätzt und mit welchem Kader er voraussichtlich nach Lingen fahren wird, hat er in der Spieltagvorschau bei HBW.tv erzählt. Die Video-Vorschau mit Jens Bürkle gibt es im nachfolgenden Video.

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