Spielbericht des HBW-Pressedienstes

HBW setzt Aufwärtstrend fort und punktet in Eisenach

In einer hart umkämpften Partie hat der HBW Balingen-Weilstetten am Samstagabend zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte in der Werner-Aßmann Halle gewonnen. Mit 30:31 (16:19) fiel der Sieg zwar denkbar knapp aus, aber auf Grund der Tatsache, dass die Gallier von der Alb von Anfang immer geführt haben und nie in Rückstand gerieten, ist der Sieg in allen Belangen verdient. Die Schwaben verbessern sich damit vorerst auf den siebten Tabellenplatz, können aber bereits am Sonntagabend, je nach dem wie die anderen Spiele ausgehen, wieder auf den neunten Platz zurückfallen. Der ThSV Eisenach steckt weiter im Tabellenkeller fest und befindet sich nach wie vor in akuter Abstiegsgefahr.

Mit der Vorgabe „Wir wollen unseren Aufwärtstrend bestätigen,“ setzte sich HBW-Trainer Jens Bürkle mit seiner Mannschaft am Samstagvormittag in den Bus, wohlwissend, dass er und seine Jungs vom Gastgeber keine Geschenke bekommen wird. Er hatte den ThSV Eisenach gründlich studiert und wusste, dass es Kampfspiel wird. Verzichten musste er neben dem Langzeitverletzten Markus Stegefelt auf Torhüter Marouèn Maggaiz, der mit Grippe zu Hause im Bett bleiben musste und auch Valentin Spohn hat noch immer Probleme mit der Achillessehne. Tobias Wagner war zwar mit dabei, hatte sich aber unter der Woche eine Bänderverletzung zugezogen und Matti Flohr war nach überstandener Grippe erst in den letzten zwei Trainingseinheiten mit dabei. Alles in allem also keine guten Voraussetzungen, um die Vorgaben von Trainer Bürkle in die Tat umzusetzen und mit einem Sieg die ersten zwei Punkte in der Vereinsgeschichte aus der Werner-Aßmann Halle zu entführen.

Seine Jungs kamen, unterstützt von zahlreichen HBW-Fans, sehr gut ins Spiel. Sie erkämpften sich in der Abwehr den ersten Ball und Linksaußen Tim Nothdurft erzielte in der dritten Spielminute das 1:0 für die Schwaben. Bereits zu diesem Zeitpunkt war auch schon klar, auf was sich die Balinger in diesem Spiel einstellen müssen. Die Eisenacher Abwehr ging äußerst rustikal zu Werke und von den Rängen wurden die Balinger von Anfang an ausgepfiffen. Keine Ballberührung der HBW-Spieler, ohne dass gepfiffen und die Spieler ausgebuht wurden. Beleidigungen in Richtung HBW-Spieler aus der untersten Schublade waren in der Werner-Aßmann Halle am Samstagabend Normalität. Nur gut, dass sich Martin Strobel und Co. nicht davon anstecken ließen. Die Abwehr hatte zwar große Probleme mit Marcel Niemeyer am Kreis und auch der Eisenacher Rückraum traf immer wieder, aber im Angriff unterliefen den Balinger kaum Fehler. Vor allem Jona Schoch spielte in Eisenach wie aufgedreht. In zehn Versuchen traf er neun Mal und war damit einer der Garanten für den Balinger Erfolg.

Ab der zehnten Minute schien es so, als ob Strobel und Co. das Spiel in Griff bekommen. Nach dem 6:9 durch Schoch nahm der Eisenacher Trainer seine erste Auszeit. Seine Umstellungen gingen aber voll in die Hose. Schoch nutzte den nächsten Fehler der Hausherren zum 6:10 und nach einer Parade von Torhüter Tomáš Mrkva schweißte er das Spielgerät zum 6:11 in die Eisenacher Maschen. Zeit für die zweit Auszeit des ThSV und die zeigte jetzt mehr Wirkung als zuvor. In der 18. Minute stand es nur noch 10:12 und zu allem Übel musste Balingens Goalgetter Schoch auch noch für zwei Minuten auf die Bank.

Dank Mrkva im Tor überstanden die Schwaben die Unterzahl aber schadlos und Grétarsson und Jannik Hausmann brachten den HBW wieder mit 10:14 in Führung. Mit 16:19 ging es schließlich in die Halbzeitpause.

Ein Ballverlust zu Beginn der zweiten dreißig Minuten, einen Fehlwurf vom Kreis und die einzige Torhüterparade gegen ein Schoch-Geschoss und Eisenach hatte zum 18:19 aufgeschlossen. Die Gallier von der Alb ließen sich aber nicht aus der Ruhe und fanden im Angriff den Faden wieder.

Nach einer ganzen Reihe von erfolgreich verwandelten Strafwürfen der Hausherren, beendet Jonas Baumeister deren Siebenmeter-Erfolgserlebnisse. In der 42. Minute schnappte er sich den Wurf von Alexander Saul und bewahrte die Gallier von der Alb vor dem Anschlusstreffer. Nur wenig später, die Halle war fast am Überkochen war es sein Torhüterkollege Mrkva, der beim Stande von 23:24 (43.) und 25:26 (47.) jeweils die Nerven behielt und den Ausgleich verhinderte

Sechs Minuten vor dem Schlusspfiff erhöhte Christoph Foth per Tempogegenstoß auf 26:30. Ein Eisenacher musste zudem für zwei Minuten auf die Bank und die Gallier von der Alb hatten alle Trümpfe in der Hand. Sie schafften es aber nicht den Sack endgültig zuzumachen und Eisenach kam zurück ins Spiel. Mehr als der Anschlusstreffer zum 30:31 ist ihnen aber nicht mehr gelungen. „In der Abwehr haben wir uns richtig schwergetan, aber vorne haben wir es über das ganze Spiel hinweg sehr souverän gemacht. Ganz großes Kompliment an meine Mannschaft“, lobte HBW-Trainer Jens Bürkle in der abschließenden Pressekonferenz vor allem seinen Angriff und hob Jona Schoch besonders hervor.

Die Mannschaften

ThSV Eisenach: Stanislaw Gorobtschuk, Jan Steffen Redwitz (TW); Hannes Iffert, Pascal Küstner, Adrian Wöhler 4, Ibai Meoki-Etxebeste, Duje Miljak, Marcel Schliedermann 4, Nicolai Hansen, Jonas Richardt 2, Noah Streckhardt, Marcel Popa 3, Marcel Niemeyer 6, Willy Weyrauch 2, Alexander Saul 9/6;

HBW Balingen-Weilstetten: Tomas Mrkva, Jonas Baumeister (TW); Simen Schønningsen 4, Christoph Foth 2, Tobias Wagner, Jannik Hausmann 1, Gregor Thomann, Lars Friedrich 1, Tim Nothdurft 5, Daði Runarsson, Oddur Grétarsson 5/5, Martin Strobel 2, Jona Schoch 9, Fabian Wiederstein, Lukas Saueressig 2;

Zeitstrafen

ThSV 4, HBW 5;

Strafwürfe

ThSV 8/6, HBW 5/5;

Nächstes Spiel

HBW Balingen-Weilstetten – Eintracht Hildesheim, Samstag, 17. März, 19 Uhr, SparkassenArena in Balingen

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