Zum Saisonauftakt kommt der Altmeister TUSEM Essen

Gallier von der Alb sind ab sofort in einer neuen Rolle

Nach insgesamt elf Jahren in der Beletage des deutschen Handballs mussten die Gallier von der Alb am Ende der vergangenen Saison den bitteren Weg in die zweite Liga antreten. Die verständliche Tristesse ist aber längst einer Aufbruchstimmung gewichen und bei den Gallier von der Alb freut sich zwischenzeitlich jeder auf die neue Saison, auf die neue Rúnar-Truppe und auf eine bebende „Hölle-Süd“. Am kommenden Samstag ist es endlich soweit. Um 19 Uhr beginnt die Mission Wiederaufstieg und erster Gast in der Balinger SparkassenArena ist der Traditionsverein TUSEM Essen. Die Leitung der Partie haben die beiden Unparteiischen Philipp Dinges und Daniel Kirsch.

Eigentlich stand für die Schwaben das Ziel der am Samstag beginnenden Zweitliga-Saison schon fest, ehe noch der letzte Vorhang der zurückliegenden Saison gefallen war. Man hatte zwar alles versucht, den Abstieg vielleicht doch noch zu verhindern, aber realistisch betrachtet, hatte sich jeder schon frühzeitig damit beschäftigt. Insofern war es zwar ein Schock, aber ein Schock mit erkennbarem Anlauf und schon relativ schnell war in allen Bereichen die Aufbruchstimmung zu erkennen. Seit Wochen laufen die Vorbereitung auf vollen Touren und alles wird der Mission „Wiederaufstieg“ untergeordnet. Jeder weiß, dass diese Mission kein Selbstläufer wird, ob es aber jeder verinnerlicht hat, das muss sich ab Samstag zeigen.

Ab dem ersten Tag der Vorbereitung hat HBW-Coach Rúnar Sigtryggsson seiner Mannschaft immer und immer wieder erklärt, dass die neue Liga eine starke, eine andere, eine unberechenbare Liga ist. „Die Hallen sind kleiner, der Kampf ist härter und der Druck von den Zuschauerrängen auf die gegnerischen Mannschaften und auch auf die Unparteiischen ist durch die Enge der Hallen um einiges größer,“ erläutert der Isländer den Unterschied zu dem was viele seiner Spieler bisher noch nicht erlebt haben. Balingens Cheftrainer weiß von was er spricht, denn vor seinem Engagement bei den Gallier von der Alb hat er viel Erfahrung im Handball-Unterhaus gesammelt.

Der TUSEM Essen ist für ihn deshalb auch keine Unbekannte. „Die haben eine sehr starke Mannschaft mit ein paar herausragenden Spielern und wenn sie ihr Potential abrufen, können sie in der Liga jeden schlagen“, warnt er ganz eindringlich davor, den letztjährigen Fast-Absteiger zu unterschätzen. Allerdings will sich der HBW-Coach weniger um den Gegner als vielmehr um die eigene Mannschaft kümmern. „Wir müssen nach uns schauen, unser Leistungsvermögen abrufen und dürfen uns nicht das Spiel des Gegners aufdrängen lassen“, verdeutlicht der HBW-Coach, dass die Rolle seiner Truppe in der neuen Saison eine andere ist. Elf Jahre lang gab es nur ganz, ganz wenige Spiele in die der HBW als Favorit gegangen ist. Überwiegend musste er seine Chancen als Außenseiter suchen. Das wird ab sofort anders sein. Ab Samstag sind die Schwaben die Gejagten.

Einer Umfrage zufolge sind die Balinger zusammen mit dem Bergischen HC die Top-Favoriten für den Aufstieg – der HBW sogar noch etwas vor dem BHC. Diese Rolle gilt es für die Rúnar-Truppe anzunehmen. Das wird möglicherweise ein paar Spiele dauern, aber zu viel Zeit sollte sich die neue Gallier-Sieben nicht lassen, denn am Ende zählt jeder Punkt und jedes Tor. Wie groß die Leistungsdichte in der zweiten Liga ist, verrät ein Blick auf die Tabelle der vergangenen Saison. Lässt man den Meister aus Lübbecke mal etwas außen vor und schaut auf den zweiten Platz, dann stellt man fest, dass es Hüttenberg auf 51 Punkte aus 38 Spielen gebracht hat. Die SG Leutershausen musste mit 32 Punkten absteigen.

Wie der HBW-Coach die Liga einschätzt, wie die Vorbereitung gelaufen ist und wie die Personallage vor dem ersten Heimspiel gegen den TUSEM Essen aussieht, das alles hat er bei HBW.tv in der Spieltagvorschau verraten (s. nachfolgendes Video von HBW.tv)

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