DHB-Pokal, 2. Runde

HBW nimmt die Hürde Dutenhofen mit glanzlosem, aber ungefährdetem Sieg

Quelle: HP HSG Dutenhofen/Münchholzhausen
Das größte Lob bekam Thomas Wallendorf, Trainer von Handball-Oberligist HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, von seinem Kollegen Rolf Brack: „Sie haben uns wirklich das Leben schwer gemacht. Unser Auftritt war nicht bundesligatauglich.“

Trotz der schwachen Vorstellung des haushohen Favoriten HBW Balingen/Weilstetten unterlagen die Grün-Weißen am Ende vor 250 Zuschauern in der zweiten Runde des DHB-Pokals mit 22:33 (9:15).

Der Bundesligist legte standesgemäß eine 1:0-Führung vor, aber nur einen Angriff später glich Dennis Agel zum 1:1 aus. Der ehemalige Wetzlarer Alexis Alvanos hatte dann seine beste Szene, als er seinen Kreisläufer Frank Ettwein bediente, der zum 2:1 traf. „Er braucht noch ein bisschen Zeit, aber natürlich hat er zu viele Fehler gemacht“, urteilte Brack über seinen Linkshänder. Nach einem 2:7-Rückstand war es bei den Hausherren immer wieder Torhüter Alexander Scholz, der mit tollen Paraden die Hoffnung auf eine Überraschung am Leben hielt. Auch dank des Schlussmanns legte der Außenseiter aus dem Wetzlarer Osten seine Nervosität ab und verkürzte durch Fabian Kraft auf 4:8.

Auch beim 8:13 durch einen Rückraumtreffer von Hendrik Schaus war die heimische HSG noch im Spiel. Statt jedoch in den letzten 120 Sekunden den Ball zu halten leistete sich der Oberligist zu viele Fehler und musste völlig unnötig weitere HBW-Treffer zum 9:15-Pausenstand hinnehmen.

Nach Wiederanpfiff wurde Balingen unter den Augen der Spieler der HSG Wetzlar im Angriff stärker, ohne jedoch zu überzeugen. Als Nationalspieler Benjamin Herth nach 40 Minuten die erste Zehn-Tore-Führung besorgte , war die Partie entschieden (25:15). Aber die Wallendorf-Schützlinge kämpften verbissen weiter und gefielen im Angriff mit sehenswerten Kombinationen. So traf der immer mutiger werdende Schaus zum 17:25, ehe ein 5:0-Lauf des Bundesligisten zum 30:17 doch das erwartete Debakel bevorstand. Erst der junge Julian Weber, der am Sonntag noch beim A-Jugend-Derby gegen den TV Hüttenberg zwölf Treffer markierte, beendete die torlose Zeit. Am Ende hielt die Bundesliga-Reserve mit der 22:33-Pleite das Ergebnis im Rahmen.

„Wir haben wirklich eine fantastische Leistung geboten und uns ordentlich verkauft“, so Thomas Wallendorf, der sich diebisch über die lobenden Worte von Rolf Brack freute. „Heute Nacht kann ich sicherlich mit einem Grinsen einschlafen“, freute sich der HSG-Trainer über den gelungenen Auftritt seines Teams.

Dutenhofen/Münchholzhausen: Scholz, Christian - Wallwaey, Sasse, Kraft (1), Schindel (3), Eike Schuchmann (2), Schaus (6), Schneider, Agel (5), Grundmann (2), Jan Schuchmann, Wagner (2), Weber (1).

Balingen/Weilstetten:Ziemer, Puhle - Ettwein (3), Schlinger (5), Strobel (1), Herth (3/1), Alvanos (2/1), König (7), Sauer (2), Keinath (7/2), Wilke, Bürkle, Gutbrod (3).

Schiedsrichter:Klip/Maier (Oberursel/Steinbach)

Zuschauer:250

Zeitstrafen:Dutenhofen/Münchholzhausen eine (Grundmann), Balingen/Weilstetten eine (Sauer).

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