Vorbericht von Joachim Hausmann

Jung-Gallier möchten zurück in die Erfolgsspur

Nach zuletzt zwei Niederlagen will Drittligist HBW Balingen-Weilstetten wieder die Kurve kriegen. In der heimischen Arena kreuzt am Sontag das Schlusslicht SV 64 Zweibrücken auf. Gute Vorzeichen also, sollte man meinen. Doch der Gegner hat nichts zu verlieren und darf auf keinen Fall unterschätzt werden. (Sonntag, 17 Uhr, SparkassenArena Balingen).

Denn die Pfälzer „haben auf jeden Fall einen kleinen Aufwärtstrend“, weiß Trainer André Doster. Im Gegensatz zum HBW II konnte das Team von Coach Tony Hennersdorf zuletzt gegen Mundenheim und Pfullingen mit jeweils 23:23 zweimal einen Punkt erkämpfen. Damit ist das rettende Ufer zwar noch immer acht Punkte entfernt, aber die neu formierte Mannschaft hat Lunte gerochen und rechnet sich wieder eine kleine Chance aus. Vor der Runde musste das Team den Abgang von Trainer Stefan Bullacher nach Hochdorf verkraften – und der nahm mit Robin Egelhof und Keeper Ladislav Kovacin zwei absolute Leistungsträger mit. Entsprechend setzte der HBW-Gegner nun konsequent auf die Jugend: „Das ist eine ganz junge Mannschaft mit einer besonderen Spielphilosophie“, hat Doster den Gegner genau analysiert. „Die Abwehr ist sehr offensiv, und im Angriff spielt Zweibrücken sehr komplexe Handlungen.“ Doch seine Jungs sind darauf vorbereitet und wissen um die Besonderheiten der anstehenden Aufgabe: „Da kommen viel Spielfreude und viele Kreuzbewegungen auf uns zu. Darauf müssen wir uns einstellen.“

Seine eigene Mannschaft will Wiedergutmachung betreiben für die wenig erfolgreichen Auftritte der jüngeren Vergangenheit. Doch vor allem die Pleite in Haßloch war der Verletzungsmisere geschuldet. „Das soll aber keine Ausrede sein, den anderen geht es ja ähnlich. Doch der Verschleiß macht sich einfach bemerkbar.“ Umso mehr hat ihn der Auftritt des verbliebenen Rumpfkaders durchaus Freude gemacht: “Die Jungs haben trotz der Ausfälle richtig gut gekämpft, aber gegen eine an diesem Tag richtig starke Haßlocher Mannschaft hat es dann am Ende leider nicht gereicht.“ Die Lage in der Liga ist dennoch nach wie vor recht komfortabel, denn an der Spitze kann sich kein Konkurrent auf Dauer absetzen. Und so liegt der HBW II als aktuell Vierter noch immer nur einen Punkt hinter dem Spitzenreiter TGS Pforzheim in Schlagdistanz. Und diese glänzende Ausgangsposition soll gegen Zweibrücken weiter verbessert werden.

Und auch in Sachen Personal entspannt sich die Situation bei den Jung-Galliern etwas. Thorben Kirsch ist wieder fit und wieder voll dabei, ebenso hat sich Rechtsaußen Michael Seiz von seinem Infekt erholt und kann eingesetzt werden. Auch bei Youngster Luis Villgrattner scheint es wieder zu gehen. Fehlen wird auf jeden Fall Lukas Saueressig, der sich weiter mit Bandscheibenproblemen quält. Und bei Julian Thomann bleibt abzuwarten, wie sich seine Gehirnerschütterung aus dem Haßloch-Spiel entwickelt. „Bei ihm wird es wohl eine Punktlandung“, hofft Doster auf den Einsatz seines Kapitäns. „Wir brauchen ihn!“

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