Spielbericht von Joachim Hausmann

Jung-Gallier mühen sich zum Sieg gegen VTV Mundenheim

Ein hartes Stück Arbeit hatte Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II zu bewältigen, ehe am Ende ein 31:29 (16:14) auf der Anzeigetafel aufleuchtete. Das Tabellenschlusslicht VTV Mundenheim verlangte dem Perspektivkader alles ab und steckte nie auf. Damit wahrte die Doster-Truppe ihren Heimnimbus und liegt weiterhin punktgleich mit Horkheim und Fürstenfeldbruck hinter Spitzenreiter Nußloch auf dem vierten Platz.

Doch bis es soweit war, mussten Mannschaft und Fans einige bange Minuten überstehen, denn die Gäste waren offensichtlich nicht angereist, um sich auf die Schlachtbank führen zu lassen. Vielmehr zeigte der Aufsteiger, angeführt vom überragenden Tim Schmieder, eine couragierte Vorstellung mit einem durchschlagkräftigen Rückraum. Und weil anfangs auch HBW-Keeper Mario Ruminsky kaum eine Hand an den Ball bekam, führte Mundenheim nach einer Viertelstunde mit 7:9. Zu viele Fahrkarten leistete sich der HBW II, Tempogegenstöße wurden reihenweise liegen gelassen. „Wir haben nicht unseren besten Handball gespielt“, lautete denn auch das Fazit von Trainer André Doster. Und bat sogleich seine Mannen zur Besprechung, die dann auch unmittelbar fruchtete. Jetzt konnte Ruminsky einige Bälle entschärfen, Markus Dangers vom Kreis sowie zweimal Linksaußen Jan Bitzer drehten die Partie, und als René Zobel auf 12:9 stellte, schien das Spiel die erwartete Wendung zu nehmen. Doch die Gäste steckten nicht auf und kamen ihrerseits zurück. Aber die 13:14-Führung durch Lukas Klein sollte die letzte sein. Mit dem Halbzeitpfiff war es erneut Bitzer, der zum 16:14 für die Heimmannschaft einnetzte.

Nach der Pause schienen die Jung-Gallier kurzen Prozess machen zu wollen. Schnell hieß es 20:16, erneut hatte sich Dangers am Kreis durchgesetzt. Auch die Abwehr hatte sich inzwischen besser auf den neunfachen Torschützen Schmieder eingestellt. Doch auch nach dem 24:20 war noch keine Vorentscheidung zu sehen, vielmehr kämpften sich die Gäste erneut heran. Und wieder sorgte eine Auszeit für die Wende. Aus dem knappen 25:24 machten die Jung-Gallier innerhalb von drei Minuten ein 28:24 – die Vorentscheidung war gefallen. Zwar traf Schmieder noch zweimal, doch mit dem 31:28 von Fabian Mayer war das Spiel zwei Minuten vor dem Ende gelaufen.

Letztlich war es im letzten Heimspiel des Jahres ein schwer erkämpfter Arbeitssieg, mit dem besseren Ende für den HBW II. Und so konnte Trainer Doster auch nur mit dem Ergebnis, nicht jedoch mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden sein: „Wir haben einfach zu viele freie Chancen vergeben, unsere Gegenstöße zum Teil überhastet abgeschlossen.“ Einmal muss der HBW II vor Weihnachten noch ran: Am kommenden Samstag geht es zum Derby nach Pfullingen. Dort wird sicherlich eine andere Partie zu erwarten sein, beide Teams haben sich in der Vergangenheit leidenschaftliche Spiele geliefert, und Pfullingen gilt wirklich nicht als Lieblingsgegner der Jung-Gallier.

Spielfilm: 4:4, 7:9, 12:9, 16:14 – 20:16, 24:23, 28:24, 31:29.

HBW Balingen-Weilstetten II: Ruminsky; Thomann (1), Heinzelmann, Saueressig (4/2), Mayer (1), Bitzer (6), Villgrattner, Dangers (5), Seiz (1), Remmlinger (3), Kolodziej (2), Beckmann (1), Zobel (7).

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