Spielbericht von Joachim Hausmann

Jung-Gallier ringen Haßloch nieder

Im letzten Spiel des Jahres setzte Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II seine makellose Heimserie fort und blieb damit auch im achten Spiel in eigener Halle ohne jeden Verlustpunkt. Beim Sieg gegen die TSG Haßloch waren es diesmal die schnellen Außen, die den Unterschied ausmachten. Der HBW II geht nun als Neunter mit leicht positivem Punktekonto in die kurze Weihnachtspause.

André Doster durfte sich über einen gelungenen Jahresabschluss freuen, auch wenn die vorher gehenden 60 Minuten nichts für schwache Nerven gewesen waren. „Das war ein absolutes Krimi-Spiel“, musste der Trainer erst einmal kräftig durchschnaufen. „Das Spiel hatte alles, was unsere Sportart zu bieten hat.“ Und seine Mannschaft fand zunächst besser in dieses Spiel: „Wir waren in der Abwehr sehr präsent und hatten Haßloch gut im Griff.“ So gelang es nach anfänglichem Abtasten dem HBW II, sich bis zur 12. Minute auf 8:4 abzusetzen. Doch „dann hatten wir drei, vier Aktionen, die zwar gut heraus gespielt waren, wo wir aber den Abschluss versäumt haben.“ Und so konnten die Gäste mit einem 5:0-Lauf die Partie binnen 8 Minuten zum 8:9 drehen. Aber Markus Dangers gelang vom Kreis postwendend der Ausgleich, es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der auch in der zweiten Halbzeit weiter ging.

Denn auch nach der Pause lagen die Gäste aus der Pfalz zumeist vorne, die Jung-Gallier hielten aber bravourös dagegen. Mit einer konzentrierten Abwehrarbeit setzten sie den Gegner unter Druck und zwangen ihn in lange Angriffe. Beim Stande von 15:17 gelangen dann über Moritz Strosack und Jan Bitzer zwei wichtige Treffer über Tempogegenstöße zum Ausgleich. Und es kam noch besser: Als René Zobel zwei Minuten auf die Bank musste, schaffte Strosack sogar in Unterzahl die Führung. Jetzt ging es hin und her. Haßloch drehte das Spiel wieder zum 18:19, doch nach einem Strosack-Doppelpack und dem Tor von Julian Thomann führten die Jung-Gallier mit 21:19. Einmal konnten die Gäste noch ausgleichen zum 22:22 durch Zellmer, doch am Ende durfte der HBW II jubeln. Die letzten beiden Treffer blieben dann Timo Hildebrand vorbehalten, der Stand by-Profi machte in der Schlussminute den Deckel drauf.

So durfte Trainer Doster auch zufrieden sein: „Das war mir ganz wichtig, mit einem positiven Punkteverhältnis in die Weihnachtspause zu gehen.“ Im vergleich zu letzten Spielen war vor allem die Abwehr deutlich verbessert: „Nach den vielen Gegentore der vergangenen Wochen sind wir endlich einmal in einem vernünftigen Bereich geblieben.“ Und auch die beiden Außen Moritz Strosack und Jan Bitzer bekamen ein Extralob: „Die beiden hatten so einige Geistesblitze und haben dafür gesorgt, dass das Spiel zu unseren Gunsten ausging.“ Doch es bleibt auch viel Arbeit in der spielfreien Zeit, denn es gilt, an der Auswärtsschwäche zu arbeiten. „Toll ist, dass wir kein Heimspiel verloren haben, auswärts war hingegen wenig los. Daher ist es für mich eine Hinrunde der gemischten Gefühle“, hat Doster die Stellschrauben ausgemacht, an denen gearbeitet werden muss, bevor es dann am 13. Januar zuhause gegen Oftersheim/ Schwetzingen wieder weitergeht.

 

Spielfilm: 3:3, 8:4, 8:9, 10:11 – 13:13, 15:17, 21:19, 26:24.

 

HBW Balingen-Weilstetten II: Baumeister, M. Ruminsky; J. Thomann (3), Saueressig (4/3), Hemmer, Soos, Bitzer (7/1), Hildebrand (3), Wiederstein, Dangers (1), Heinzelmann, Strosack (7), Zobel (1).

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