Vorbericht von Joachim Hausmann

Jung-Gallier wollen trotz Verletzungen punkten

Nach der Niederlage bei der TGS Pforzheim wartet nun der nächste Hochkaräter auf die Jung-Gallier: In eigener Halle bekommt es der Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II mit dem Vizemeister TSB Heilbronn-Horkheim zu tun. Auch das wird kein leichter Gang werden. (Sonntag, 17 Uhr, Sparkassen-Arena Balingen).

Letztes Jahr erst in der Relegation am Aufstieg in die 2. Bundesliga gescheitert, befindet sich Horkheim noch in der Findungsphase, rangiert mit 6:6 Punkten im Mittelfeld – einen Platz hinter dem HBW II. Und auch personell ist der morgige Gegner wieder bestens aufgestellt: Zwar hat Juniorennationalspieler Sebastian Heymann den Verein verlassen, doch mit Pierre Freudl vom Meister Nußloch konnte im Rückraum adäquater Ersatz gefunden werden. Und mit Marcel Lenz erwarten wir den Top-Linksaußen der vergangenen Saison, zudem sorgt auf Rechtsaußen Michael Seiz für viel Tempo und Gefahr, der letzte Runde noch im HBW-Trikot auf Torejagd gegangen ist. Es gibt also durchaus Einiges an Arbeit für die Abwehr der Jung-Gallier. „Sie sind nach wie vor eine der Top-Mannschaften der Liga und werden noch einige Punkte holen. Ich bin mir sicher, dass sich Horkheim wieder oben einnistet.“

Doch auch der HBW II braucht sich nicht zu verstecken, die junge Mannschaft hat vor allem in den Heimspielen gezeigt, wozu sie auch in dieser Saison imstande ist. Mit einer starken Abwehr und schnellem Konterspiel wurden zuletzt Spitzenteams wie Nußloch oder Fürstenfeldbruck deutlich in die Schranken gewiesen. Lediglich mit der Abschlussquote war der Trainer allzu oft nicht ganz zufrieden, das war auch ein Grund für die Niederlage am Dienstag in Pforzheim, wo Doster 19 Fehlwürfe und 11 technische Fehler zu notieren hatte. Daran hat er mit seiner Mannschaft in den wenigen verbliebenen Trainingseinheiten unter der Woche gefeilt, denn: „Wir können das besser. Wir werden zuhause alles daran setzen, die Punkte zu holen und unsere Tugenden umzusetzen.“

Allerdings hat sich die personelle Situation wieder weiter verschärft. „Zwar ist René Zobel nach seiner Sprunggelenksverletzung auf dem Wege der Besserung und sein Comeback rückt näher, Tobias Heinzelmann konnte bereits in Pforzheim wieder eingreifen. Doch seit dieser Woche hat unser Lazarett mit Markus Dangers (Sprunggelenk) und Fynn Beckmann (Knie) wieder gefüllt; genauere Diagnosen wird erst das MRT ermöglichen.“ Trainer André Doster muss das Team also wieder umbauen, das lässt er zwar nicht als Ausrede gelten, „doch es ist auch klar, dass uns die Alternativen fehlen.“ Und sein Team hat in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, „dass wir auch unter erschwerten Bedingungen in der Lage sind, Top-Leistungen zu zeigen.“ Mit einem Sieg können seine Jungs die Vorgabe, aus der englischen Woche zwei Punkte zu holen, erfolgreich in die Tat umsetzen.

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