Vorbericht von Joachim Hausmann

Jung-Gallier wollen in Hochdorf wieder jubeln

Nach der bitteren Niederlage im Spitzenspiel gegen Tabellenführer SV Salamander Kornwestheim sind die Jung-Gallier jetzt wieder auswärts gefordert. Beim Vorletzten TV Hochdorf will Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II zurück in die Erfolgsspur und auswärts die nächsten Punkte holen. Denn nach wie vor liegt man auf Platz 3 in Schlagdistanz zur Spitze und hat die Meisterschaft noch im Blick. (Samstag, 18 Uhr, Sportzentrum Hochdorf).

Trotz der Niederlage war Trainer André Doster "wirklich stolz auf die Mannschaft. Wir haben gezeigt, dass wir auch mit einer Mannschaft wie Kornwestheim mithalten können, ich bin absolut zufrieden mit dem, was meine Mannschaft unter den Voraussetzungen geleistet hat.“ Dass es letztlich doch nicht ganz zum Sieg gereicht hat, lag an der anhaltenden Verletzungs- und Krankheitsmisere. Mit nur 9 einsatzbereiten Feldspielern konnte der HBW II nur wenig durchschnaufen, während die Gäste „immer wieder frische Kräfte von der Bank einwechseln konnten“.

Bei den „Pfalzbibern“ in Hochdorf soll nun wieder gepunktet werden, im Hinspiel konnten sich die Jungs um Kapitän Julian Thomann deutlich mit 29:20 durchsetzen – und das trotz der auch damals prekären Personalsituation, als sogar Athletikcoach Sascha Ilitsch reaktiviert werden musste. Nur in der Anfangsphase konnte Hochdorf mit- und HBW-Keeper Mario Ruminsky sein Team mit Glanzparaden am Fließband im Spiel halten. In der zweiten Hälfte wurden die Gäste dann förmlich überrollt. Damit es diesmal gleich von Beginn an rund läuft, hat Trainer Doster seinen Kader gut vorbereitet: „Hochdorf spielt eine offensiv orientierte Abwehr, die beim Gegner Fehler provozieren will. Zudem greifen sie sehr komplex an, mit raumgreifenden Kreuzungen und Übergängen.“ Überdies stehen die Gastgeber mit dem Rücken zur Wand, sie brauchen jeden Punkt zum Klassenerhalt. Auch nach dem Rücktritt von Trainer Stefan Bullacher im Dezember konnte das Ruder nicht wirklich rumgerissen werden.

Die Jung-Gallier sind also gewarnt, ein angeschlagener Gegner darf nicht unterschätzt werden. Ein besonderes Augenmerk wird auf Spielmacher Tim Götz und Linksaußen Niklas Schwenzer zu richten sein. Doch wenn man sich auf die eigenen Stärken besinnt und den bekannten schnellen und technisch anspruchsvollen Offensivhandball in der Pfalz auf die Platte bringen kann, sollten die Punkte mitgenommen werden können. Personell sind keine großen Änderungen zu erwarten; da die Bundesligamannschaft pausiert, sind keine Abstellungen erforderlich. Ob Fabian Wiederstein oder René Zobel wieder hundertprozentig fit sind, bleibt abzuwarten. Die Jung-Gallier werden diesmal unterstützt vom Fanclub „Hölle Süd“, der mit Trommeln, Tröten und lautstarker Anfeuerung seinen Teil dazu beitragen will, dass es nach dem Spiel einen Grund zu feiern gibt.

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