Zu Hause gegen Haßloch

Jung-Gallier wollen den nächsten Heimsieg

Beim amtierenden Meister SV Kornwestheim hat Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II mit dem einmal mehr letzten Aufgebot eine bravouröse kämpferische Leistung gezeigt und einen hochverdienten Punkt ergattert. Nun soll im Heimspiel gegen die TSG Haßloch die beeindruckende Serie der vergangenen Wochen fortgesetzt und weiterer Sieg eingefahren werden. (Sonntag, 17 Uhr, SparkassenArena Balingen).

Doch HBW-Coach André Doster weiß um die Gefährlichkeit des Gegners, der aktuell auf Platz 8 rangiert und immer wieder mit außergewöhnlichen Ergebnissen aufhorchen lässt: So gelang den Schützlingen von Trainer Tobias Job ein 29:28-Sieg in Kornwestheim, andererseits kam man zuhause nicht über ein 23:23 gegen Aufsteiger VTZ Saarpfalz hinaus. Vergangene Woche siegten die Pfälzer auswärts in Baden-Baden mit 28:24. Die Haßlocher Resultate zeigen, dass diese Dritte Liga absolut unberechenbar ist: Jeder kann gegen jeden Gegner gewinnen – aber auch verlieren! Deshalb hat Doster „großen Respekt vor Haßloch, sie haben sich letztes Jahr in der Liga etabliert.“ Warum es dieses Jahr nicht so läuft, dafür hat der HBW-Coach keine Erklärung, denn „sie sind sehr schwer zu spielen. In der Abwehr verfügt Haßloch über unterschiedliche Systeme, von Haus aus eine sehr offensive 6:0 gegen den Rückraum, die sie aber auch während des Spiels immer wieder variieren können. Im Angriff sind sie sehr unangenehm, spielen sowohl einfache wie auch komplexe Spielzüge. Sie haben eine große Durchschlagskraft aus der 2. Reihe mit Kevin Seelos oder Elvijs Borodvskis. Und auch die Außen sind sehr aktiv mit großer Wurfvariation.“ Entsprechend erwartet Doster einen Gegner, der „mit breiter Brust kommen wird, sie hatten zuletzt einen kleinen Lauf, den sie sicher ausbauen wollen.“

Doch auch mit seiner Mannschaft ist der Trainer derzeit mehr als zufrieden: „Was wir gegen Pfullingen und Kornwestheim gezeigt haben, war richtig gut.“ Trotz der Verletzungsmisere sei man „körperlich und mental ans Limit gegangen. Die Stimmung ist super.“ Allerdings war die Vorbereitung auf das kommende Spiel unter der Woche „diesmal sehr zäh“. Denn zu den Langzeitverletzten gesellten sich zu allem Überfluss noch einige Krankheitsfälle. Christoph Foth, Moritz Schmidberger und Julian Malek mussten aussetzen, zudem fehlte Áron Czakó beruflich. So war an taktischen Feinheiten nicht zu arbeiten, obwohl es durchaus noch das Eine oder Andere aufzuarbeiten gab: „Wir hatten zuletzt in beiden Spielen leichtsinnige Fehler in der Abwehr, und überhastete Abschlüsse; eine Mannschaft wie Haßloch wird das bestrafen.“ Aber „wir werden das wie immer positiv angehen, wollen weiter punkten.“

Beim Wiedersehen mit den früheren HBW-Spielern Maximilian Zech und Stefan Job wird es personell wohl wieder äußerst eng werden: Die Langzeitverletzten Tim Rozman und Valentin Mosdzien fallen weiter aus, ebenso Kapitän Julian Thomann nach seiner Verletzung am Handgelenk. Niklas Diebel hatte in Kornwestheim zwar schon erste Einsatzminuten, für einen Einsatz über längere Zeit wird es aber auch gegen Haßloch eher nicht reichen. Bei den angeschlagenen Foth, Schmidberger und Malek wird sich wohl erst ganz kurzfristig entscheiden, wer auflaufen kann. Zudem ist Rechtsaußen Moritz Strosack am Freitag mit dem HBW 1 beim Bundesligaspiel in Essen gefordert, muss die Doppelbelastung verkraften.

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