Spielbericht von Joachim Hausmann

Jung-Gallier dominieren im Torfestival gegen Neuhausen

Nichts zu holen gab es für Ecki Nothdurft bei der Rückkehr in die SparkassenArena: Sein TSV Neuhausen/Filder kam gegen den HBW Balingen-Weilstetten II beim 38:30 (20:15) ordentlich unter die Räder. Damit festigten die Jung-Gallier ihren 4. Tabellenplatz, der Rückstand auf Primus Horkheim beträgt nur noch drei Punkte.

Lediglich in der Anfangsphase konnten die „Mad Dogs“ das Spiel ausgeglichen gestalten, ehe der HBW-Express ins Rollen kam. Die ersten drei Treffer der Jung-Gallier gingen allesamt auf das Konto von Jan Bitzer. Zweimal konnte Neuhausens Youngster Lukas Lohmann ausgleichen, und auch nach dem 4:2 durch Kapitän Julian Thomann, mit 9 Toren erfolgreichster Balinger Torschütze an diesem Abend, hatte Neuhausen noch die richtige Antwort, Sommer und Keppeler glichen aus. So blieb es bis zum 6:6 ein Duell auf Augenhöhe, denn beide Mannschaften leisteten sich immer wieder Fehler, die der Gegner nutzte. Dann neigte sich das Pendel zu Gunsten der Hausherren, die nun konzentrierter zu Werke gingen, und nach 20 Minuten traf Thomann doppelt zum 12:8. TSV-Coach Nothdurft nahm eine Auszeit, doch so richtig fruchteten seine Worte nicht. Immerhin blieb der Vorsprung des HBW II konstant, doch die Gäste wurden von der Abwehr immer wieder ins Zeitspiel gezwungen und mussten schlechte Würfe nehmen. So kam Balingens Keeper Mario Ruminsky besser ins Spiel, seine Paraden ermöglichten schnelle Konter über Moritz Strosack. Zur Pause führten die Jung-Gallier mit 20:15.

Auch in Halbzeit zwei änderte sich wenig am Spielverlauf, beide Teams spielten weiter munter offensiv. Aber Stück für Stück setzten sich die Jung-Gallier nun ab. Vor allem über Linksaußen Áron Czakó liefen jetzt die Konter, in der Mitte wirbelten Julian Thomann und Jan Bitzer die TSV-Deckung durcheinander. Beim Stand von 29:20 versuchte Nothdurft erneut, durch eine Auszeit nachzujustieren. Durchaus mit Erfolg, denn mit einem 4:0-Lauf kam sein Team auf fünf Tore ran (30:25). HBW-Trainer André Doster war mit dieser Phase auch nicht zufrieden: „In der zweiten Hälfte haben wir Neuhausen eingeladen, noch einmal ranzukommen.“ Doch dann war erneut Julian Thomann erfolgreich, und jetzt kam der HBW II zurück in die Spur. Ein gehaltener Siebenmeter von Julian Malek, der mittlerweile das HBW-Tor hütete, war die Initialzündung, auf der Gegenseite machte Julian Thomann es vom Punkt besser. Es folgten drei Treffer von Áron Czakó und zwei von Adam Soos – und beim 37:28 war die Messe gelesen. Zwar sollte es nicht mehr zu 40 Toren reichen, im Gefühl des klaren Sieges ließ die Konzentration im Abschluss spürbar nach. Am Ende stand ein souveräner und hochverdienter 38:30-Heimsieg zu Buche.

Dosters Fazit nach dem Spiel fiel dann auch durchweg positiv aus: „Wir haben ein schnelles Handballspiel von beiden Seiten gesehen, mit sehr vielen einfachen Toren über die zweite, dritte Welle. Wir hatten immer eine gute Antwort auf die vielen Formationswechsel von Neuhausen. Weil wir einige Ausfälle hatten, mussten wir es über unsere schnellen Leute lösen. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, eine echte Reaktion der Mannschaft auf die Kritik nach dem Spiel in Dansenberg.“

Spielfilm: 4:4, 8:7, 14:10, 20:15 – 25:18, 30:21, 31:26, 38:30.

HBW Balingen-Weilstetten II: Ruminsky, Malek; Thomann (9/5), Czakó (6), Fuoß, Soos (4), Bitzer (7/1), Foth (3), Heinzelmann (1), Schmidberger, Beckmann (5), Strosack (3).

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