Nächster Heimsieg für die Jung-Gallier

Áron Czakó schlägt Panther fast im Alleingang

Youngster Áron Czakó war der Mann des Tages beim souveränen Heimsieg gegen den TuS Fürstenfeldbruck, seine 9 Tore in Halbzeit machten den Unterschied aus. Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II war fast über 60 Minuten das klar überlegene Team und zog schon bis zur Pause davon. Am Ende gewannen die Jung-Gallier klar mit 30:23 (14:8).

Nur in den ersten Minuten stotterte der Motor etwas – allerdings auf beiden Seiten. Erst nach zweieinhalb Minuten gingen die Gäste in Führung, zuvor hatte Jan Bitzer einen Siebenmeter für den HBW verworfen. Adam Soos gelang endlich das erste HBW-Tor zum Ausgleich. Dann musste Christoph Foth zwei Minuten vom Feld, und Bruck ging erneut in Führung, es sollte das letzte Mal an diesem Abend sein. HBW-Keeper Mario Ruminsky präsentierte sich einmal mehr in Bestform, nahm den Panthern drei Freie weg und bereitete den Weg für Niklas Diebel - der traf doppelt per Konter und drehte so die Partie. Nach dem Anschluss durch den Ex-Balinger Falk Kolodziej legten die Jung-Gallier einen 5:0-Lauf hin: je zweimal Jan Bitzer und Kapitän Julian Thomann sowie Rechtsaußen Moritz Strosack ließen den Vorsprung auf 10:4 anwachsen. Ruminsky nagelte sein Tor förmlich zu und ermöglichte so seinen Vorderleuten leichte Tore, zudem fanden die Gäste kein Mittel gegen den Rückraum des HBW II. In den Schlussminuten von Halbzeit eins schraubten Thomann und Bitzer die Führung gar auf sieben Tore, ehe Jozy Stumpf, der auch schon das Gallier-Trikot getragen hatte, mit Schlusssirene verkürzen konnte.

Der zweite Abschnitt begann mit einer Zeitstrafe für Julian Thomann, doch die Tore machten weiter die Jung-Gallier. Diebel und Thomann nach seiner Rückkehr trafen zum 16:8, ehe die Gäste mit einer kleinen Serie den Rückstand auf 16:12 eindampfen konnten. In dieser Phase, als das Spiel vielleicht noch hätte kippen können, begannen dann die Czakó-Festspiele. Zunächst traf der 18-Jährige zum wichtigen 17:12, dabei kassierte Stumpf seine dritte Zeitstrafe und musste mit Rot vom Feld. Hartz verkürzte für die Gäste, doch dann ging es erst so richtig los: Hinten blieben die Panther regelmäßig in der Balinger Deckung hängen oder scheiterten an Ruminsky; dessen präzise Abwürfe fanden Áron Czakó, der viermal in Folge traf. TuS-Coach Alexander Wild hatte genug gesehen und bat zur Besprechung. Doch es änderte sich erstmal nichts, auch die nächsten beiden Tore gingen in derselben Weise auf das Konto von Czakó, und es stand 23:13. Dann trafen die Gäste zur Abwechslung wieder dreimal, ehe Moritz Schmidberger für den HBW II erfolgreich war. Dann waren die Czakó-Tore Nummer acht und neun angesagt, beim 26:17 war bei den Gästen endgültig die Luft raus, die Jung-Gallier brachten den Sieg sicher nach Hause. Am Ende stand ein hochverdientes 29:23 auf der Anzeigetafel, mit dem der HBW II auf den zweiten Tabellenplatz klettert.

Entsprechend durfte sich Trainer André Doster nach dem Spiel freuen: "Ich bin natürlich sehr zufrieden, aber dass es so deutlich wird, hätte ich nicht gedacht. Wir haben eine solide Abwehr gespielt, mit 23 Gegentoren können wir zufrieden sein. Und wir haben viele einfache Tore geworfen. Wir sind auf einem richtig guten Weg."

Spielfilm: 5:4, 10:4, 11:7, 14:8 – 16:12, 23:13, 26:17, 29:23.

HBW Balingen-Weilstetten II: Ruminsky, Malek; Thomann (5/4), Mosdzien, Czakó (9), Fuoß (1), Soos (2), Bitzer (5), Foth, Heinzelmann, Diebel (4), Schmidberger (2), Beckmann (1), Strosack (1).

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