Vorbericht von Joachim Hausmann

Jung-Gallier wollen auch in Baden punkten

Nach dem souveränen Sieg im Spiel gegen Ecki Nothdurft und seine Mad Dogs aus Neuhausen sind die Jung-Gallier jetzt wieder auswärts gefordert. Beim Aufsteiger TV Willstätt will Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II die nächsten Punkte einfahren und weiter Kurs in Richtung Tabellenspitze halten. Doch in der Ortenau wartet eine schwierige Herausforderung auf das Team von Trainer André Doster. (Sonntag, 17 Uhr, Hanauerlandhalle Willstätt).

Der Aufsteiger hat einen klangvollen Namen, spielte von 1999 bis 2003 sogar in der 1. Bundesliga. 15 Jahre und einen Zwangsabstieg bis hinunter in die Oberliga später kehrt der badische Traditionsverein zurück in die 3. Liga. Und das nicht ohne Ambitionen, vor der Saison kam Daniel Schliedermann aus Pfullingen, Yannick Ludwig und Kevin Durand stieß aus den nahen Straßburg zum Kader von Trainer Marcus Simowski. Doch der wurde nach einem Stotterstart erstes Opfer der Ansprüche, nach nur zwei Punkten aus vier Spielen musste er seinen Hut nehmen, Team-Manager Rudi Fritsch übernahm die Verantwortung. Aktuell belegt Willstätt mit 4 Punkten den 13. Platz, punktgleich mit dem Vorletzten Oppenweiler.

Beim HBW II läuft es derzeit rund. Trotz der schwerwiegenden Ausfälle schafft es das Balinger Perspektivteam, mit viel Herzblut und einer geschlossenen Mannschaftsleistung die Gegner immer wieder zu dominieren und mit schnellem Spiel und einfachen Toren zum Erfolg zu kommen. Das musste zuletzt auch der TSV Neuhausen am eigenen Leib erfahren, der beim 38:30 in der SparkassenArena nie eine wirkliche Chance besaß. Dabei ist das Team kaum auszurechnen, denn jedes Mal ist es ein anderer der „jungen Wilden“, der dem Spiel seinen Stempel aufdrückt: Gegen Neuhausen zeichneten die beiden Spielmacher Julian Thomann und Jan Bitzer für insgesamt 16 Tore verantwortlich, den TuS Fürstenfeldbruck hatte Linksaußen Áron Czakó mit 9 Treffern fast im Alleingang besiegt.

Personell ändert sich beim Balinger Perspektivteam nicht allzu viel im Vergleich zu den letzten Spielen. Fehlen werden dem HBW-Trainer weiterhin der slowenische Junioreneuropameister Tim Rozman und Linkshänder Niklas Diebel sowie Youngster Valentin Mosdzien, der nach seinem Kreuzbandriss lange ausfallen wird. Außerdem befindet sich Áron Czakó bei einem Turnier mit der ungarischen Nationalmannschaft. Die angeschlagenen Julian Thomann und Christoph Foth werden wohl dabei sein können. Abzuwarten bleibt, ob Trainer Jens Bürkle seinen Zweitligakader ergänzen muss und den Jung-Galliern somit noch ein weiterer Akteur fehlt.

HBW-Coach André Doster jedenfalls freut sich auf das Spiel: „Das wird sicherlich ein kampfbetontes Spiel. Ich erwarte eine hungrige, heiße Mannschaft, denn Willstätt braucht dringend die Punkte, die stehen bereits mit dem Rücken zur Wand.“ Der letztjährige Aufsteiger aus der BWOL ist ein nahezu „unbeschriebenes Blatt, das macht die Analyse nicht einfacher. Es ist nach dem Trainerwechsel nicht einfach vorauszusagen, welches System jetzt gespielt wird. Wir gehen mit Rückenwind nach dem guten Spiel gegen Neuhausen in die Begegnung, müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren: Schneller Handball, basierend auf einer guten Abwehr.“

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