Spielbericht des HBW-Pressedienstes

Fehler von Dessau-Roßlau konsequent bestraft

Die Gallier von der Alb haben mit einem weiteren Auswärtserfolg die englische Woche erfolgreich abgeschlossen und können die Rückreise aus Dessau-Roßlau mit zwei wichtigen Zähler im Gepäck antreten. Nach einer eher zähen ersten Hälfte dominierten die Schwaben ab der 40. Spielminute das Geschehen in der Anhalt-Arena und steuerten am Sonntagabend einem ungefährdeten 23:30(13:15)-Erfolg entgegen. Mit jetzt 9:1 Punkten in Folge kletterten die Schwaben bis auf den vierten Tabellenplatz nach oben und halten weiterhin den engen Kontakt zu den Spitzenmannschaften.

Vor dem Anpfiff in Dessau-Roßlau hatte HBW-Trainer Jens Bürkle großen Respekt vor dem Gastgeber, aber auch vor der Halle und der Stimmung in der Anhalt-Arena. Auch wenn Bürkle in der vergangenen Saison noch nicht mit dabei war, als die Schwaben dort gerade noch mit einem blauen Auge davongekommen waren, kennt er natürlich die Halle und hat genügend Videos von Heimspielen des DRHV 06 gesehen und studiert. Seiner Mannschaft ging es ähnlich und zu Beginn der Partie konnte man daher auch eine gewisse Nervosität erkennen. Aber auch die Dessauer waren nervös und so versandeten die ersten Angriffe beider Mannschaften.

Der erste Treffer gelang den Hausherren in der dritten Spielminute und es dauert fast zwei weitere Zeigerumdrehungen, ehe Romas Kirveliavicius für den HBW ausgleichen konnte. Mit einem erfolgreich verwandelten Strafwurf drehte Oddur Grétarsson in der siebten Spielminute zum ersten Mal das Ergebnis zu Gunsten der Gallier von der Alb und fortan gaben die die Führung nicht mehr aus der Hand. Als die Balinger nach der vierten Glanztat von Tomáš Mrkva nach 17 Minuten zum ersten Mal mit drei Treffer (5:8) in Führung lagen, nahm Dessaus Trainer Uwe Jungandreas seine erste Auszeit. Er stellte seine Abwehr anders ein und der DRHV griff fortan zum taktischen Mittel des 7. Feldspieler. Eine Maßnahme die peu à peu fruchtete. Mrkva konnte zwar den ersten Strafwurf der Hausherren noch unschädlich machen und „Kiwi“ sorgte im Gegenzug für das 5:9, aber wenige Minuten später hatten die Hausherren den Balinger Vorsprung auf 8:10 verkürzt.

Jetzt HBW-Trainer Jens Bürkle nahm seine erste Auszeit und versuchte neue Impulse zu setzen. Es blieb aber ein offener Schlagabtausch, wobei sich seine Jungs immer wieder clever und abgezockt aus der Affäre zogen. Mit 13:15 für die Balinger ging es in die Halbzeitpause. Aus der kamen die Dessauer mit neuem Schwung auf die Platte und glichen binnen drei Minuten zum 15:15 aus. Die Schwaben wirkten etwas angeschlagen, ließen sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Auch nicht, als Dessau beim 17:17 die Chance hatte, zum ersten Mal seit den Anfangsminuten wieder in Führung zu gehen. Dem DRHV unterlief allerdings ein folgenschwerer Ballverlust. Balingens Linksaußen Oddur Grétarsson zeigte sich nervenstark und erzielte die erneute Führung der Balinger.

Der Treffer des Isländers war so etwas wie ein Knackpunkt im Spiel. Linkshänder Lars Friedrich schweißte nach einer Mrkva-Parade die Kugel zum 17:19 in die Maschen. Nach dem 19:21 durch Marcel Niemeyer folgte die nächste Auszeit von Dessau. Die Balinger ließen sich allerdings nicht mehr aufhalten. Die Abwehr mit einem wieder stärker werdenden Torhüter Tomáš Mrkva hatte die Lage völlig im Griff und vorne ließen Martin Strobel und Co. kaum noch etwas liegen. Der Kapitän sorgte mit zwei Treffern in Folge zum 20:26, zehn Minuten vor dem Schlusspfiff, für die erste kleine Vorentscheidung.

Als noch sieben Minuten zu spielen waren und die beiden Unparteiischen auf Strafwurf für die Hausherren entschieden, räumte Mrkva seinen Kasten für den jungen Mario Ruminsky aus dem Perspektivkader. Der war der Mannschaft erst am Sonntagvormittag nachgereist, weil Jonas Baumeister krankheitshalber ausgefallen war. Mit einer erfolgreichen Parade feierte Ruminsky ein gelungenes Debüt in der 2. Liga. In den Schlussminuten durfte der Nachwuchskeeper auf der Platte bleiben. Bei drei Würfen der Hausherren war er gleich zwei Mal auf dem Posten und kann damit auf eine stolze 75-Prozent-Quote verweisen.

HBW-Trainer Jens Bürkle nach dem Spiel:

„Es war sehr lange, ein sehr spannendes Spiel, weil wir es nicht geschafft haben uns früh genug abzusetzen. Beim 10:6 hatten wird eigentlich die Möglichkeit dazu. Wir hatten wirklich Probleme, das Sieben gegen Sechs zu verteidigen, aber unser Gegenstoß war heute top. Ab der 40. Minute haben wir die Fehler, die Dessau gemacht hat, sehr konsequent bestraft. Wir haben auswärts elf Kontertore erzielt und ich bin sehr zufrieden, wie die Mannschaft in Dessau aufgetreten ist. Zwei Auswärtssiege in Folge – so kann es gerne weitergehen.“

Die Mannschaften

Dessau-Roßlauer HV: Dominik Plaue, Philip Ambrosius (TW); Tomas Pavlicek, Libor Hanisch 1, Marek Vanco 3, Slavomir Mlotek 2, Florian Pfeiffer, Johannes Wasielewski, Daniel Schmidt, Phillip Jungemann 1, Bruno Zimmermann, Tom Hanner 4, Justin Lee Milkow, Daniel Zele 8, Jan Zahradnicek 4/3;

HBW Balingen-Weilstetten: Mario Ruminsky, Tomas Mrkva (TW); Rene Zobel, Marcel Niemeyer 3, Romas Kirveliavicius 5, Matthias Flohr, Jannik Hausmann 1, Gregor Thomann 2, Lars Friedrich 4, Tim Nothdurft, Oddur Grétarsson 9/3, Martin Strobel 3, Jona Schoch, Diogo Oliveira 2, Lukas Saueressig 1;

Strafwürfe

DRHV 5/2, HBW 4/3;

Zeitstrafen

DRHV 3, HBW 1;

Nächstes Spiel

Samstag, 13. Oktober, 19 Uhr, HBW Balingen-Weilstetten – Rhein Vikings, SparkassenArena in Balingen.

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