Spielbericht des HBW-Pressedienstes

Bittere und verdiente Niederlage gegen Hagen

Der HBW Balingen-Weilstetten hat das erste Heimspiel im neuen Jahr gegen den VfL Eintracht Hagen mit 33:37(16:16) verloren und startet mit 0:4 Punkten in die zweite Saisonhälfte. Nach verheißungsvollem Beginn, haben die Balinger ab Mitte der ersten Hälfte nach und nach die Kontrolle über das Spiel verloren und sind am Ende der Partie von den Südwestfalen regelrecht vorgeführt worden. Ohne Regisseur Martin Strobel, der verletzungsbedingt passen musste, fehlte vor allen Dingen in den zweiten dreißig Minuten die ordnende Hand im Angriff. Die Abwehr fand überhaupt keinen Zugriff mehr auf das Spiel und so konnten die Gäste für sie zwei wichtige Big-Points im Kampf um den Klassenerhalt verbuchen und sich gutgelaunt auf den verschneiten Straßen auf die Rückfahrt nach Hagen machen.

Wer die Gallier von der Alb nach den erfolgreichen Vorbereitungsspielen in den letzten Trainingseinheiten beobachtet hatte, war überzeugt davon, dass die Truppe von Jens Bürkle nach der Niederlagenserie im Dezember tatsächlich den Reset-Knopf gefunden und gedrückt hat und mit frischem Selbstbewusstsein ins neue Jahr startet. Die Stimmung und die Trainingsleistungen passten und der Auftakt des ersten Heimspiels war auch recht vielversprechend. Der 1:2 Rückstand zu Beginn des Spieles wurde von Simen Schønningsen und Oddur Grétarsson in eine 3:2-Führung umgewandelt. In der achten Spielminute erhöhte Daði Runarsson auf 5:3 und beim Stande von 7:4 sah sich Gästetrainer Niels Pfannenschmidt dazu gezwungen, seine erste Auszeit zu nehmen. Dabei schien er die richtigen Worte gefunden zu haben, denn seine Mannschaft verkürzte innerhalb von nur zwei Minuten auf 7:6.

Während die Gäste immer besser ins Spiel fanden, verloren die Hausherren mehr und mehr den Faden. Es blieb zwar ein Spiel auf Augenhöhe, aber das Pendel schlug immer mehr in Richtung Hagen. In der 20. Spielminute lagen die Gäste mit folgerichtig mit 10:11 in Front. Diese Führung hatte bis zur 25. Minute Bestand, ehe eine Doppelschlag von Jannik Hausmann die Hausherren wieder mit 15:14 in Führung brachte. Beim Stande von 16:16 wurden schließlich die Seiten gewechselt und während die Hagener zu Beginn der zweiten dreißig Minuten hellwach auf der Platte standen, schienen die Hausherren mit ihren Gedanken noch in der Kabine. Nach nur vier Minuten im zweiten Durchgang musste Trainer Jens Bürkle mit seiner zweiten Auszeit seine Mannschaft erstmal richtig wach rütteln. Denen konnte man danach den Willen zwar nicht absprechen, aber egal, was sie probierten, fast alles ging schief und im Gegensatz dazu funktionierte bei den Gästen fast alles. In der 36. Minute lagen die Hausherren bereits mit 18:22 zurück.

Mitte der zweiten Hälfte schien sich das Blatt dann doch nochmals zu wenden. Jona Schoch, Lars Friedrich und Gregor Thomann verkürzten auf 24:25 und als Christoph Foth in der Abwehr einen Ball erkämpfte und vom eigenen Kreis ins leere Hagener Tor zum 25:25-Ausgleich traf, war wieder Stimmung unterm Dach, die aber ganz schnell wieder verstummte. Zwei, drei kleine Fehler reicht aus, um das Feuer in der Hölle Süd wieder zu löschen, bevor es richtig brannte. Hagen erkämpfte sich die Führung zurück und nach dem 26:28 brach die Balinger Mannschaft in der letzten Viertelstunde völlig auseinander.

Nach dem Schlusspfiff blieb einem enttäuschten HBW-Geschäftsführer ledig noch übrig, sich bei den Zuschauern, den Sponsoren und den ehrenamtlichen Helfern für die Leistung der Mannschaft zu entschuldigen und zu versprechen, „die Niederlage, die uns richtig, richtig weh tut gründlich aufzuarbeiten.“

Die Mannschaften

HBW Balingen-Weilstetten: Marouèn Maggaiz, Tomáš Mrkva(TW); Simen Schønningsen 4, Christoph Foth 2, Tobias Wagner 1, Matthias Flohr 1, Jannik Hausmann 2, Gregor Thomann 8/2, Lars Friedrich 4, Tim Nothdurft 2, Daði Runarsson 1, Oddur Gretarsson 1, Lukas Saueressig, Jona Schoch 5, Valentin Spohn 2;

VfL Eintracht Hagen: Tobias Mahncke, Dragan Jerkovic (TW); Tim Lindner, Sören Kress 6/1, Dragan Tubic 3, Tilman Pröhl 3, Sebastian Schneider 2, Jannis Fauteck 2, Julian Renninger 3, Bartosz Konitz 5, Jan König, Dominik Waldhof 1, Andreas Bornemann 2, Daniel Mestrum 1, Jan Van Boenigk 9;

Strafwürfe:

HBW 3/2, VfL 1/1

Zeitstrafen:

HBW 0, VfL 5;

Nächstes Spiel:

Samstag, 17. Februar, 19 Uhr, HC Rhein Vikings – HBW Balingen-Weilstetten, im Castello in Düsseldorf.

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