Spielbericht des HBW-Pressedienstes

Gallier von der Alb gewinnen hochverdient gegen Coburg

In der ausverkauften SparkassenArena haben die Gallier von der Alb am Samstagabend in einem packenden Fight, der über 60 Minuten dem Anspruch „Spitzenspiel“ vollauf gerecht wurde, den 15. Heimsieg in Folge unter Dach und Fach gebracht. Der HSC 2000 Coburg, der als Tabellenführer angereist war, musste sich dem HBW mit 31:26 (16:16) geschlagen geben. Die Balinger haben in der Tabelle nach Punkten mit den Oberfranken jetzt gleichgezogen, bleiben allerdings auf Grund des schlechteren Torverhältnisses einen Platz hinter den Coburger zurück.

„Das war heute ein richtig schönes Erlebnis, für die Mannschaft, aber auch für alle, die in der Halle waren“, freute sich HBW-Trainer Jens Bürkle nach dem Spiel und konnte seine Mannschaft und auch die Fans in der Halle nicht genug loben. Dabei musste er sich am Freitag nach dem Abschlusstraining noch Gedanken darüber machen, wie er ohne gelernten Spielmacher in die Partie geht. Martin Strobel musste für die Generalprobe nach einem Schlag auf das Knie genauso passen, wie Lukas Saueressig und weil Diogo Oliveira ohnehin für den Rest der Hinspielrunde ausfallen wird, sah es für die Rückraummitte nach viel Improvisation aus. Um so erleichterter waren alle, als nach dem Aufwärmen klar war, dass Strobel spielen kann. Der war es auch, der dem Spiel sofort seinen Stempel aufdrückte und seine Nebenleute immer wieder in Szene setzte.

Die Gäste aus Coburg rannten zwar zunächst einem kleinen Rückstand hinterher, schafften es aber immer wieder über ihren starken Rückraum, den Vorsprung der Gallier von der Alb zu egalisieren. Per Siebenmeter gingen die Gäste nach acht Minuten sogar mit 5:6 in Führung, aber Marcel Niemeyer vom Kreis und Oddur Grétarsson mit einem erfolgreich verwandelten Tempogegenstoß drehten den Spieß wieder um und die Gäste mussten erneut einem Rückstand hinterherlaufen. Nach einem weiteren Fehlwurf der Oberfranken erhöhte Romas „Kiwi“ Kirveliavicius auf 8:6 und als Matti Flohr nach einer Parade von Torhüter Tomáš Mrkva per Tempogegenstoß das 9:6 erzielte, war es für HSC-Trainer Jan Gorr höchste Zeit seine erste Auszeit zu nehmen. Im Anschluss spielte seine Mannschaft wieder konzentrierter und konnte auf 10:10 ausgleichen. Bis zur Pause legten die Balinger immer einen oder zwei Treffer vor und Coburg zog nach.

Der Halbzeitstand von 16:16 spiegelte die Ausgeglichenheit der beiden Mannschaften und jeder in der Halle war mit dem, was er bis dahin gesehen hatte, richtig zufrieden. Mit Beginn der zweiten Hälfte änderte sich die Spielstandsanzeige zunächst etwas. Die Coburger nutzten vom Anpfiff weg ihren Ballbesitz und legten das 16:17 vor und es dauerte einige Zeit, bis Balingen die Führung wieder zurück erobern konnte. Die hatte aber nicht lange Bestand. Nach dem 19:18 durch Jona Schoch entschieden die beiden Unparteiischen auf Zeitstrafe gegen Martin Strobel und die Gäste nutzten ihre Überzahl. Im Stile einer Spitzenmannschaft holten sie sich die Führung zurück. Beim 19:21 hatte es sogar den Anschein, als ob der Tabellenführer das Match unter Kontrolle bringt, aber die Oberfranken hatten die Rechnung ohne die Balinger Nr. 12 gemacht.

Mit der Einwechslung von Torhüter Jonas Baumeister, wechselte HBW-Trainer Jens Bürkle die Wende ein. Nach dem Anschlusstreffer von Jona Schoch zum 20:21 in der 38. Spielminute parierte Baumeister einen fatze freien Wurf vom Kreis und im Gegenzug machte es der zehnfache Balinger Torschütze Oddur Grétarsson besser als der HSC. Er schnappte sich einen Abpraller und versenkte ihn zum 21:21 in den Coburger Maschen. Die „Hölle Süd“ kam langsam auf Bertriebstemperatur und als „Kiwi“ Kirveliavicius nach der nächsten Baumeister-Parade die Gallier von der Alb wieder in Führung brachte, war richtig Feuer unterm Dach.

Wurde das Spiel in der ersten Hälfte schon dem Anspruch Spitzenspiel gerecht, hievten es die Balinger mit Hilfe der Zuschauer um mindestens eine Stufe höher. Auch eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Jannik Hausmann brachte sie nicht mehr von ihrem Weg ab. Baumeister zeigte seine dritte Parade in Folge und vorne zog „Manni“ Niemeyer den Siebenmeter nach einem Anspiel von Martin Strobel. Gretarsson verwandelte sicher und als der Isländer auch noch einen Tempogegenstoß versenkte, zog Gäste-Trainer Gorr seine nächste Auszeit. Seine Mannschaft konnte in der Folge zwar nochmals bis 25:24 verkürzen, aber mehr gelang den Gästen an diesem Abend nicht mehr. Jannik Hausmann und erneut Grétarsson brachten den HBW wieder mit drei Treffern nach vorne und spätestens nach dem zehnten Treffer des Isländers zum 30:25 in der 57. Spielminute war der Tabellenführer geschlagen.

Die Mannschaften

HBW Balingen-Weilstetten: Jonas Baumeister, Tomas Mrkva(TW); René Zobel, Marcel Niemeyer 3, Christoph Foth, Romas Kirveliavicius 6, Matthias Flohr 1, Jannik Hausmann 1, Gregor Thomann, Lars Friedrich 2, Tim Nothdurft, Oddur Gretarsson 10/6, Martin Strobel 2, Jona Schoch 6, Jan Bitzer;
HSC Coburg: Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum (TW); Markus Hagelin 3, Max Jaeger, Max Preller 1, Anton Prakapenia 7, Marcel Timm, Jakob Knauer, Pontus Zetterman 8, Girts Lilienfelds 1, Tobias Varvne 4, Christoph Neuhold 2,

Zeitstrafen

HBW 5, HSC 4;

Strafwürfe

HBW 6/6, HSC 6/6;

Nächstes Spiel

TUSEM Essen – HBW Balingen-Weilstetten, Freitag, 30. November, 19.30 Uhr Sporthalle Am Hallo.

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