Spielbericht des HBW-Pressedienstes

Grandioser Start bringt die ersten Auswärtspunkt

Die Gallier von der Alb holen auswärts den ersten Doppelpack der Saison. Mit einer überragender Anfangsphase legten die Balinger den Grundstein für den Auswärtserfolg bei der HSG Nordhorn-Lingen. Die Hausherren brauchten lange, um sich von einem 2:8-Rückstand zu erholen. In der zweiten Hälfte legten sie nochmals alles in die Waagschale, aber der HBW Balingen-Weilstetten ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und holte sich mit einem hochverdienten 26:29(6:14)-Erfolg den ersten Auswärtssieg der noch jungen Saison.

„Wir fahren da hoch und wir werden gewinnen“, duldete HBW-Coach Jens Bürkle in der Videovorschau bei HBW.tv keinen Widerspruch. Dass das nicht nur so daher gesagt war, stellten seine Jungs in den ersten Minuten in der EmslandArena eindrucksvoll unter Beweis. Die Hausherren, die auf Grund ihrer Heimstärke und den zuletzt gezeigten Leistungen als leichter Favorit ins Rennen gingen, wussten gar nicht, wie ihnen geschah. HBW-Torhüter Tomáš Mrkva nagelte von der ersten Minute an seinen Kasten zu und vorne agierten Strobel und Co. hochkonzentriert. Marcel „Manni“ Niemeyer veredelte die erste Mrkva-Parade zum 1:0 und Lars Friedrich die zweite zum 2:0. Nach der dritten Parade des tschechischen Nationalkeepers war Niemeyer nur siebenmeterreif zu bremsen und Oddur Grétarsson ließ sich die Chance nicht nehmen. Es stand 3:0.

Als der Isländer Grétarsson auch seinen zweiten Strafwurf zum 4:0 für die Gallier von der Alb verwandelte und Martin Strobel nach einer starken Abwehraktion auf 5:0 erhöhte wurde es nach nur sieben Spielminuten ganz ruhig in der EmslandArena. Die sonst so euphorischen HSG-Fans mussten das erst einmal verdauen. Auch die erste Zeitstrafe gegen den HBW, es traf Jona Schoch, konnten die als Aufstiegsfavorit gehandelten Emsländer nicht nachhaltig nutzen. Der verhängte Strafwurf führte zwar zum ersten Treffer der Hausherren, aber Marcel Niemeyer legte zum 6:1 nach und Romas „Kiwi“ Kirveliavicius ließ das 7:1 folgen.

Auch zwei schnelle Zeitstrafen hintereinander für „Manni“ Niemeyer konnten den Lauf der Balinger nicht sonderlich beeinflussen. Allerdings hatten sie zur Folge, dass Jens Bürkle seine „Kreis-Maschine“ in der Abwehr nicht mehr einsetzen konnte. Der HBW-Coach nutzte auch den Vorsprung, um seiner Starting-Seven die ersten Verschnaufpausen zu geben und Nordhorn hatte sich vom ersten Schock sichtlich erholt. Das Spiel wurde ausgeglichener, ohne dass der Balinger Vorsprung schmolz – ganz im Gegenteil. Den Emsländer gelangen in den ersten dreißig Minuten gerade mal 6(!) Treffer.

„Dass Nordhorn in der zweiten Hälfte nochmals zurückkommt, war klar,“ war es für Trainer Jens Bürkle nicht verwunderlich, dass seine Mannschaft den Vorsprung nicht bei acht Treffern halten konnte. Dazu trugen auch die beiden Unparteiischen bei, die immer wieder einen Balinger für zwei Minuten von der Platte stellten. Die zahlreichen Unterzahlen, vor allem zum Ende der ersten Hälfte, kosteten nicht nur viel Kraft, sondern Bürkle musste auch taktisch immer wieder reagieren und umstellen. Das versuchte die HSG zu nutzen und konnte den Vorsprung der Balinger weiter verkürzen. Ernsthaft in Gefahr geriet der HBW aber nicht mehr. Bürkle konnte sich auf seine etablierten Kräfte verlassen. Vor allem Kapitän Martin Strobel übernahm Verantwortung und wurde nicht von ungefähr zum Top-Scorer der Balinger. Auch Lars Friedrich und Marcel Niemeyer überzeugten in der Crunchtime und immer, wenn die Fans der HSG die Hoffnung hatten, dass das Spiel vielleicht doch noch kippen könnte, legten die Schwaben einen Treffer nach.

Viel Zeit zum Feiern haben Jens Bürkle und seine Jungs allerdings nicht, denn bereits am kommenden Mittwoch (Tag der deutschen Einheit), taucht mit der DJK Rimpar Wölfe ein richtig schwerer Brocken in der Balinger SparkassenArena auf und die Heimniederlage der Franken gegen den ASV Hamm-Westfalen macht die Aufgabe sicher nicht einfacher.

Trainer Jens Bürkle zum Spiel:

„Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Die hat das ganz, ganz toll gemacht. Wir haben eine fantastische erste Halbzeit, mit einer ganzen starken Abwehr plus einem starken Torhüter, gespielt. Dass Nordhorn nochmals aufkommt, war klar, aber wir haben in der Crunchtime Stärke bewiesen und waren in den entscheidenden Momenten da. Großes Lob an Lars Friedrich. Auch an Martin Strobel und Marcel Niemeyer, wenn man überhaupt jemand hervorheben kann, weil sie in entscheidenden Momenten einfach da waren und richtig dominant gespielt haben.“

Die Mannschaften:

HSG Nordhorn-Lingen: Bart Ravensbergen, Björn Buhrmester (TW); Nicky Verjans, Lutz Heiny 5, Toon Leenders, Pavel Mickal 4/2, Patrick Miedema, Luca de Boer , Philipp Vorlicek, 2, Alec Smit 3, Lasse Seidel 8/5, Julian Possehl 2, Georg Pöhle 2;

HBW Balingen-Weilstetten: Jonas Baumeister, Mrkva Tomáš (TW); Rene Zobel, Marcel Niemeyer 4, Romas Kirveliavicius 2, Matthias Flohr, Jannik Hausmann 2, Gregor Thomann 1, Lars Friedrich 3, Tim Nothdurft, Oddur Gretarsson 5/3, Martin Strobel 7, Jona Schoch 3, Diogo Oliveira, Lukas Saueressig 2;

Zeitstrafen:

HSG 4; HBW 10;

Strafwürfe:

HSG 9/7; HBW 3/3;

Nächstes Spiel:

HBW Balingen-Weilstetten – DJK Rimpar Wölfe, Mittwoch, 3. Oktober, 19:45 Uhr, SparkassenArena in Balingen.

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