Spielbericht des HBW-Pressedienstes

Teil II des Doppelspieltages erfolgreich abgeschlossen

Zum ersten Mal seit der HBW Balingen-Weilstetten in der 2. Handball-Bundesliga wieder mit dabei ist, ist es der Mannschaft gelungen, einen Doppelspieltag mit der vollen Punktausbeute abzuschließen. Nach dem Auswärtserfolg am vergangenen Freitagabend in Dormagen, konnten die Gallier von der Alb gegen den TV Hüttenberg am Sonntagabend in der SparkassenArena mit einem 27:24(16:9)-Erfolg nachlegen. Die Balinger bleiben damit, mit zwei Punkten Rückstand, dem punktgleichen Spitzenduo Coburg und Essen ganz dicht auf den Fersen.

„Wir hatten schon richtig Respekt vor dem Spiel, weil Hüttenberg in den letzten Wochen immer besser ins Laufen gekommen ist“, war HBW-Geschäftsführer Wolfgang Strobel nach dem Schlusspfiff sichtlich erleichtert, dass die Punkte in Balingen geblieben sind. Lange Zeit hatte in der SparkassenArena niemand daran gezweifelt, dass die Gallier von der Alb das Parkett als Sieger verlassen. Nach dem 22:14, das Jannik Hausmann in der 40. Spielminute in Unterzahl erzielt hatte, war aber plötzlich der Wurm drin und Hüttenberg fand nochmals zurück ins Spiel.

Sein Trainer sah es ähnlich, hatte aber bis dahin eines der besten Spiele seiner Mannschaft gesehen. „Es war wahrscheinlich mit die beste erste Halbzeit, die wir in dieser Saison gespielt haben“, lobte er seine Mannschaft, die einen sehr, sehr guten Handball gespielt habe. Die Abwehr mit Torhüter Tomáš Mrkva dahinter war von Beginn an hellwach und machte den Gästen das Leben schwer. Bis zum ersten Treffer der Hessen vergingen fast acht Spielminuten. Als die Hüttenberger zum zweiten Mal erfolgreich waren, standen sie mit einem Mann mehr auf der Platte und auch beim 6:3 profitierte der Erstligaabsteiger von einer Überzahl.

In der Folge kam der TVH dann besser ins Spiel, ohne allerdings die Führung der Balinger ernsthaft in Gefahr zu bringen. Der HBW lag immer mit zwei, drei Treffern in Führung. Nach dem 11:9 Anschlusstreffer durch den Ex-HBW’ler Markus Stegefelt, hatte Hüttenberg sein Pulver für die erste Hälfte aber verschossen. Die Balinger gerieten zwar nochmals in Unterzahl, konnte aber während dieser das 12:9 nachlegen und kaum wieder vollzählig, war Linksaußen Oddur Grétarsson nicht mehr zu bremsen. Nach dem 13:9 von Gregor Thomann schnürte der Isländer einen Dreierpack und 16:9 ging es in die Kabinen.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte machten die Balinger da weiter, wo sie vor dem Pausenpfiff aufgehörten. Im Hüttenberger Angriff gab es eigentlich nur zwei Akteure, die in dieser Phase aufgefallen sind. Das war zum einen Tomas Sklenak auf der Rückraummitte und dann vor allem der neunfache Torschütze Markus Stegefelt. Der Schwede machte gegen seinen Ex-Verein, das bisher wohl beste Spiel, seit er in Deutschland ist. Den Hessen gelang es immer wieder gegen die HBW-Abwehr Zeitstrafen zu ziehen. Bis zum 22:14, das Jannik Hausmann in der 40. Spielminute ebenfalls in Unterzahl erzielte, konnten sie aus ihrer mehrfachen Überzahl aber kein Kapital schlagen.

„Da lassen wir dann ein paar Dinger liegen und uns durcheinanderbringen. Ich selber habe auch noch eine Zeitstrafe bekommen“, entschuldigte sich Trainer Jens Bürkle nach dem Spiel bei der Mannschaft und hatte für die aber großes Lob übrig, dass sie trotz der vielen Zeitstrafen die Ruhe bewahrt hat. Der TV Hüttenberg nutzte in der Schlussviertelstunde sein Überzahlsituationen konsequenter aus und witterte beim 25:23 nochmals Morgenluft. Mit einer offenen Manndeckung versuchten die Gäste mit aller Macht an den Ball zu kommen, was ihnen tatsächlich auch gelang. Im Angriff stellten sie sich aber nicht unbedingt clever gegen Martin Strobel an und bekamen zu Recht ein Stürmerfoul abgepfiffen. Wieder in Ballbesitz war es der Kapitän höchstpersönlich der für die Entscheidung sorgte. Er entzog sich der offenen Manndeckung, bekam von Jona Schoch den Ball in den Lauf gelegt und gegen seine Fackel aus neun Meter war kein Kraut gewachsen. Mit aller Macht nagelte er Kugel in die Maschen und brachte damit die „Hölle Süd“ zum Explodieren. Mit dem 26:23, war der Sieg in trockenen Tüchern.

Die Mannschaften

HBW Balingen-Weilstetten: Jonas Baumeister, Tomas Mrkva (TW); René Zobel 1, Marcel Niemeyer 4, Christoph Foth, Romas Kirveliavicius 1, Matthias Flohr, Jannik Hausmann 3, Gregor Thomann 2, Lars Friedrich 2, Tim Nothdurft, Oddur Gretarsson 8/3, Martin Strobel 3, Jona Schoch 3, Diogo Oliveira, Lukas Saueressig;
TV Hüttenberg: Fabian Schomburg, Nikolai Weber (TW); Simon Belter, Tomas Sklenak 4, Moritz Lambrecht, Christian Rompf 1, Moritz Zörb 3, Mario Fernandes 2, Ragnar Johannsson 3, Markus Stegefelt 9/1, Dieudonne Mubenzem, Tobias Hahn 2, Björn Zintel, Johannes Klein;

Strafwürfe

HBW 4/3, TVH 2/1;

Zeitstrafen

HBW 10, TVH 3;

Nächstes Spiel

Wilhelmshavener HV – HBW Balingen-Weilstetten, Samstag, 17. November, 19.30 Uhr, Nordfrost-Arena in Wilhelmshaven.

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