Spielbericht von Joachim Hausmann
Jung-Gallier scheitern an eigenen Fehlern

Mit 21 Fehlwürfen und zehn technischen Fehlern gab es für die Jung-Gallier nichts zu holen
Foto: © Thomas Schips
Voller Optimismus und mit einem leicht vergrößerten Kader waren die Jung-Gallier nach Sachsen gereist. Umso bitterer verlief dann das Spiel beim Aufsteiger SV 04 Plauen-Oberlosa. Der Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II leistete sich von Beginn an Fehler über Fehler und unterlag dem Drittletzten mit 33:38 (12:19).
Tatsächlich erwischten die Schützlinge von Trainer Micha Thiemann einen rabenschwarzen Start und schossen Plauens Torhüter Patryk Foluszny regelrecht warm. Keiner der ersten sechs Balinger Versuche fand sein Ziel, sodass Plauen bereits mit 4:0 führte, ehe Danil Dyatlov nach über sechs Minuten endlich den ersten HBW-Treffer erzielte. Doch zunächst blieb das Momentum bei den Sachsen, die mit grimmiger Entschlossenheit ihre letzte Chance auf den Klassenerhalt nutzen wollten. Matevz Kunst und Kevin Roch machten mit ihrer Erfahrung den Unterschied. Erst nach einer Viertelstunde konnten sich die Jung-Gallier aufrappeln und verkürzen. Nach dem 11:9 von Til Wente bot sich ihnen sogar die Gelegenheit, auf einen Treffer heranzukommen. Doch eine Plauener Auszeit sowie ein 5:0-Lauf der Gastgeber später stand es 16:9. Erneut war es Wente, der den Lauf unterbrach, doch die Richtung war nun vorgegeben. Bis zur Pause zog Plauen auf 19:12 davon.
Nach Wiederanpfiff kamen die Jung-Gallier entschlossen aus der Kabine und erzielten den ersten Treffer durch Danil Dyatlov. Doch entscheidend herankommen sollten sie nicht – im Gegenteil: Mit der lautstarken Halle im Rücken spielten sich die Plauener in einen Rausch und führten nach 44 Minuten gar mit zwölf Toren. Dem HBW II drohte ein Debakel, doch die junge Mannschaft zeigte Charakter und stemmte sich dagegen. Im Rückraum drehte Danil Dyatlov auf, und auch der A-Jugendliche Paul Dupé durfte sich dreimal in die Torschützenliste eintragen. So schrumpfte der Rückstand, näher als auf vier Tore kam man jedoch nicht mehr heran. Mit dem letzten Treffer der Begegnung stellte Danil Dyatlov auf 33:38.
Micha Thiemann bilanzierte konsterniert: „Wir hatten 21 Fehlwürfe, dazu zehn technische Fehler. Einige Spieler stecken derzeit in einer Formkrise. Besonders die sechs Fehlwürfe gleich zu Beginn haben uns natürlich einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber die Jungs lassen sich nicht hängen und kämpfen zurück. Wie sie bis zum Schluss als Team alles geben, zeugt vom Charakter der Mannschaft.“
Spielfilm: 5:1, 8:6, 16:9, 19:12 – 21:17, 32:20, 34:26, 38:33
HBW Balingen-Weilstetten II: Hajdu, Bierfreund; Dupé (3), Flad (3), Römer (1), Strobel (1), Milosavljevic, Banzhaf (3), Locher (3/2), Wente (8), Mann (4), Dyatlov (7).