Vorbericht des HBW-Pressedienstes

Gallier vor herausforderndem Duell gegen den ASV Hamm-Westfalen

Nach der Niederlage am vergangenen Dienstagabend bei den Eulen Ludwigshafen blieb HBW-Coach Matthias „Matti“ Flohr nicht viel Zeit für die Analyse, denn bereits am Samstag steht das nächste Auswärtsspiel an. Um 19:30 Uhr treffen die Gallier in der WESTPRESS arena auf den ASV Hamm-Westfalen. Geleitet wird die Partie von den Unparteiischen Nicolas Jaros und Felix Thrun (Waldstetten/Lauterstein) aus dem DHB-Bundesligakader.

ASV Hamm-Westfalen: Hohe Erwartungen, bislang enttäuschende Bilanz

Ähnlich wie in Ludwigshafen erwartet die Gallier eine Mannschaft, die vor der Saison als einer der Favoriten auf die vorderen Tabellenplätze gehandelt wurde. Einige Experten sahen den ASV Hamm-Westfalen sogar als möglichen Aufstiegskandidaten. Ein konkretes Saisonziel wurde zwar nicht offiziell ausgegeben, doch Trainer Michael Hegemann betonte, dass sich seine Mannschaft über die Saison hinweg stetig weiterentwickeln solle. Nach Platz drei in der vergangenen Spielzeit bedeutet das im Umkehrschluss, dass Hamm die beiden vorderen Tabellenränge im Blick hatte. Diese erhoffte Entwicklung ist bislang jedoch ausgeblieben: In den letzten neun Partien gelang dem ASV nur ein einziger Sieg – gegen die HSG Konstanz, die in dieser Saison erst einen Punkt geholt hat. Die Liga präsentiert sich insgesamt zwar sehr ausgeglichen, doch mit 15:23 Punkten aus 19 Spielen dürfte die bisherige Ausbeute für Hamm kaum zufriedenstellend sein.

Abstiegsplatz nach Niederlage gegen Elbflorenz

Nach der Heimniederlage am vergangenen Spieltag gegen den HC Elbflorenz ist der ASV Hamm-Westfalen sogar auf einen Abstiegsrang abgerutscht. „Die Stimmung war durchaus schon mal besser“, räumte ASV-Geschäftsführer Markus Fuchs in einem Interview ein. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass die Verantwortlichen weiterhin von der Qualität des Kaders überzeugt seien – wenn dieser fit sei. Diese sei mit den zahlreichen Verletzungen zu 100 Prozent erklärbar. „Mit dem Kader, der in den nächsten Wochen an Quantität gewinnen sollte, wird die Qualität wieder steigen“, zeigte sich Fuchs zuversichtlich, dass der ASV am Saisonende nicht zu den Absteigern gehören wird.

Ungewisse Personalsituation – Gallier müssen wachsam sein

Genau darin liegt die Herausforderung für die Gallier am Samstagabend: Sie wissen nicht, was auf sie zukommt. In der letzten Partie gegen Elbflorenz fehlten neben den Langzeitverletzten Marcos Colodeti und Tom Jansen kurzfristig auch Schlüsselspieler wie Ian Hüter (Adduktorenprobleme) und Julius Meyer-Siebert (muskuläre Beschwerden). Zudem musste Andreas Bornemann mit einem Pferdekuss pausieren. Ob und wer von den verletzten Spielern am Samstagabend gegen den HBW wieder auf der Platte stehen wird, ist völlig offen. Hinzukommt, dass vor einer Woche beim Spiel gegen den HC Elbflorenz beim ASV Hamm-Westfalen mit Torhüter Viktor Warrer, Linksaußen Florian Drosten und Anton Preußner gleich der Nachverpflichtungen mit aufgelaufen sind. Für den HBW bleibt daher nur eine Devise: sich auf das eigene Spiel konzentrieren. Sicher ist, dass die Gastgeber – ähnlich wie die Eulen Ludwigshafen am Dienstag – alles in die Waagschale werfen werden, um gegen ein Spitzenteam zu punkten und Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben zu tanken. Die Mannschaft um Kapitän Tobias Heinzelmann ist also gewarnt.

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