Vorbericht des HBW-Pressedienstes

Gallier sind bereit für das schwäbisch-fränkische Kräftemessen

Nach der kräftezehrenden Auswärtsreise, die mit dem Weiterkommen im DHB-Pokal gegen den HC Empor Rostock und dem hart umkämpften Unentschieden bei Eintracht Hagen erfolgreich endete, geht es für den HBW Balingen-Weilstetten am Freitagabend im Ligabetrieb weiter. Um 19 Uhr treffen die Gallier in der Balinger SparkassenArena auf den HSC 2000 Coburg. Die nach der Auslosung des DHB-Viertelfinals mit Spannung erwartete Partie steht unter der Leitung der beiden Unparteiischen Hanspeter Brodbeck und Simon Reich (Metzingen) aus dem DHB-Elitekader.

Das schwäbisch-fränkische Duell zwischen dem HBW und Coburg hat es ligaübergreifend bislang zehnmal gegeben und war jedes Mal, egal ob in Balingen oder in Coburg, eine emotionale, hochbrisante und äußerst spannende Angelegenheit. Seit der Auslosung des Pokal-Viertelfinals, in dem die beiden Mannschaften im Dezember erneut aufeinandertreffen und um den Einzug ins DHB-Final-Four kämpfen, hat das Duell am kommenden Freitag zusätzlich an Brisanz gewonnen. Während die Fans die Partie als Fingerzeig in Richtung DHB-Halbfinale deuten, hat sie für die beiden Mannschaften und deren Trainer nichts mit dem Viertelfinale zu tun. Sie konzentrieren sich ausschließlich auf das bevorstehende Ligaspiel, denn für beide Teams geht es um wichtige Punkte.

Während der HSC 2000 Coburg in der Liga seit vier Spieltagen auf einen Sieg wartet – der letzte doppelte Punktgewinn liegt bereits fünf Wochen zurück – sind die Gallier seit acht Spielen ungeschlagen. Neben dem Einzug ins DHB-Viertelfinale verbindet die beiden Mannschaften auch, dass sie am zurückliegenden Spieltag unentschieden gespielt haben. Während die Gallier in doppelter Unterzahl ihren Vorsprung nicht verteidigen konnten, kassierten die Oberfranken ebenfalls in der letzten Spielminute den Ausgleich. Im Gegensatz zum HBW hatte Coburg allerdings im finalen Angriff noch die Chance, das Spiel für sich zu entscheiden – ein technischer Fehler verhinderte jedoch den Erfolg.

Ebenso wie der HBW hat der HSC 2000 Coburg am 1. Juli einen Trainerwechsel vorgenommen. Der neue Coach war zuvor vier Jahre lang Co-Trainer beim VfL Gummersbach. Seine Handschrift zeigt sich vor allem im Tempospiel der Oberfranken. Aus einer flexiblen Abwehr heraus forciert die Mannschaft um den ehemaligen HBW-Spieler Florian Billek das Tempo und lässt dem Gegner kaum Zeit, sich defensiv zu organisieren. Erfolgreichster Werfer ist Janis Pavels Valkovskis. Der erst 20-jährige Rückraumshooter hat bereits 54 Feldtore erzielt. Mit Petros Boukovinas verfügt der HSC zudem über einen Torhüter in Topform: Der Grieche kommt in der bisherigen Saison auf 115 Paraden bei einer Quote von mehr als 31 Prozent.

Ein Blick auf die Ergebnisse des Tabellenzehnten zeigt, dass auf den HBW eine anspruchsvolle Aufgabe wartet. Obwohl die Coburger in den letzten vier Ligaspielen ohne Sieg blieben, sprechen die Ergebnisse insgesamt für sich. Im DHB-Pokal war die Mannschaft von Florian Billek bereits dreimal gefordert. In der ersten Runde, als die Gallier noch pausieren durften, kegelte der HSC den starken Aufsteiger Ferndorf aus dem Wettbewerb. In der zweiten Runde besiegten die Oberfranken den TVB Stuttgart. Das absolute Highlight war jedoch das Achtelfinalduell gegen den TBV Lemgo. Dank eines überragenden Petros Boukovinas, der mit 17 Paraden glänzte, bezwang der HSC den haushohen Favoriten. Dieser Erfolg gibt den Schwarz-Gelben viel Rückenwind. Die Gallier müssen am Freitag hellwach sein und alles in die Waagschale werfen, um die Punkte in Balingen zu behalten.

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