Vorbericht des HBW-Pressedienstes
Showdown um den Einzug ins Pokalfinale

Der deutliche Hinspielsieg im November zählt nicht: Der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze
Foto: Thomas Schips
Am Mittwochabend kann der HBW Balingen-Weilstetten Geschichte schreiben. In der HUK-COBURG arena in Coburg treffen die Gallier im Viertelfinale des DHB-Pokals auf den HSC Coburg. Der Gewinner der Partie qualifiziert sich für das DHB-Pokalfinale in der Kölner LANXESS arena. Spielbeginn in Coburg ist um 19:30 Uhr. Das hochbrisante Spiel steht unter der Leitung der beiden Unparteiischen Hanspeter Brodbeck und Simon Reich (Metzingen) aus dem DHB-Elitekader.
Das Erreichen des Pokalfinales in der LANXESS arena in Köln wäre für beide Mannschaften der größte Erfolg in ihrer jeweiligen Vereinsgeschichte. Der sportliche Reiz, bei diesem Turnier dabei zu sein, das ganze Drumherum als Teilnehmer mitzuerleben und die Atmosphäre der riesigen, wahrscheinlich ausverkauften Halle in sich aufzusaugen, ist der Traum beider Mannschaften und natürlich auch ihrer Fans. Man kann also davon ausgehen, dass sowohl die Franken als auch die Schwaben alles in die Waagschale werfen werden, was sie zu bieten haben. Wer seinen Traum verwirklichen will und seinem Verein das schönste Weihnachtsgeschenk unter den Baum legen möchte, darf am Mittwochabend keinen Zentimeter Boden verschenken.
Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Die Gallier haben zwar das Hinspiel vor ein paar Wochen in der Balinger SparkassenArena für sich entschieden und stehen in der Zweitligatabelle einige Plätze vor den Franken, aber die HUK-COBURG arena ist auch in dieser Saison eine schwer einzunehmende Festung und am Mittwochabend restlos ausverkauft. Im eigenen Wohnzimmer haben die Franken in dieser Saison schon manchem Favoriten ein Bein gestellt. Im Pokalwettbewerb mussten das zunächst der TVB Stuttgart und im Achtelfinale fast sensationell der mehrfache Pokalgewinner TBV Lemgo zur Kenntnis nehmen. Ihr letztes Heimspiel haben die Coburger gegen die HSG Nordhorn-Lingen allerdings verloren. Nicht wenige mutmaßten nach dem Schlusspfiff, dass die Mannschaft von Trainer Anel Mahmutefendic mit dem Kopf bereits beim Pokalspiel gegen die Gallier war, und sie trösteten sich damit, dass einer misslungenen Generalprobe meistens eine gute Premiere folgt.
Allerdings haben auch die Gallier, wenn man so will, eine misslungene Generalprobe auf die Platte gelegt. Auch sie haben ihr letztes Ligaspiel vor dem Pokalhit am kommenden Mittwochabend beim TSV Bayer Dormagen mit 39:37 verloren. In einer Partie, in dem beide Mannschaften mit „offenem Visier“ kämpften, fand die HBW-Abwehr nie Zugriff auf das Spiel. Bevor der Balinger Abwehrriegel stand, hatte Dormagen seinen Angriff meist erfolgreich abgeschlossen. Die Niederlage ist allerdings längst abgehakt, und seit Tagen gilt der Fokus von Trainer Matthias „Matti“ Flohr und seinen Jungs dem Spiel am Mittwochabend in Coburg, zu dem sie von zahlreichen HBW-Fans begleitet werden.