Vorbericht des HBW-Pressedienstes

"Die Mannschaft muss an ihren Aufgaben wachsen"

Nach einer fast vierwöchigen Spielpause geht es für die Mannschaften der DKB Handball-Bundesliga mit Vollgas in den Saison-Endspurt. In diesem haben die Gallier von der Alb noch vier Heim- und vier Auswärtsspiele vor der Brust, in denen sie jede sich bietende Möglichkeit nutzen sollten, um Punkte zu sammeln. Der Abstand auf den ersten Absteigerplatz beträgt nur noch einen einzigen Zähler und die Schwaben tun gut daran, sich im Vergleich mit den Konkurrenten keinen Ausrutscher mehr zu erlauben. Zu den Spielen in denen sie nur gewinnen können, zählt die Aufgabe am kommenden Sonntagnachmittag bei der MT Melsungen. Spielbeginn in der Rothenbach Halle in Kassel ist um 15 Uhr. Die Leitung der Partie haben die beiden Unparteiischen Robert Schulze und Tobias Tönnies aus Magdeburg.

Während die Schwaben mit vier, vielleicht sogar mit noch fünf Mannschaften um den Klassenerhalt kämpfen, geht es für den Tabellenvierten aus Melsungen um einen internationalen Startplatz. Die Nordhessen haben trotz des scheinbar deutlichen Rückstandes auf den THW Kiel und die SG Flensburg/Handewitt zwar grundsätzlich noch Chancen auf einen Champions League-Platz, aber primär dürfte es für die Bartenwetzer vielmehr darum gehen, den Startplatz im EHF Pokal abzusichern. Mit den Füchsen Berlin, der HSG Wetzlar und FrischAuf Göppingen sitzen ihnen drei Mannschaften mit vier bzw. fünf Punkten Abstand im Nacken und die gilt es in den restlichen Spielen auf Distanz zu halten.

Nach 2014 hat die Mannschaft von Trainer Michael Roth zum zweiten Mal die Chance, die internationale Bühne zu betreten und das auch noch mit der besten Platzierung und einer neuen Punkte-Bestmarke seit dem Aufstieg vor zehn Jahren. Nach derzeitigem Stand werden den Nordhessen zum Erreichen dieser Ziele voraussichtlich wieder alle Mann zur Verfügung stehen. Die fast vierwöchige Zwangspause ist zwar Gift für den Spielrhythmus, war aber Gold wert für das Lazarett des Tabellenvierten. Malte Schröder und Michael Allendorf stehen wieder voll zur Verfügung und auch mit der Rückkehr von Top-Torhüter Johan Sjöstrand kann Trainer Michael Roth rechnen.

Auch bei den Gallier von der Alb scheint sich die Verletztenliste so langsam zu lichten, wobei Trainer Frank Bergemann nicht ganz so zuversichtlich ist, wie sein Trainerkollege Roth. Ihm wird mit Felix König auch weiterhin eine Alternative zu Martin Strobel fehlen und auch die Einsätze von Abwehrchef Davor Dominikovic und Rechtsaußen Dennis Wilke sind noch fraglich. „Bei Dennis bin ich mehr als skeptisch, dass es bis zum Wochenende reicht“, erklärt Bergemann, dass der Linkshänder nach seiner Achillessehnenverletzung erst langsam wieder angefangen hat mit dem Training. „Bei Davor müssen wir das Abschlusstraining und auch das Aufwärmen vor dem Spiel abwarten, bevor wir entscheiden, ob er spielen kann“, will der HBW-Coach in Melsungen keinerlei Risiko eingehen. Dabei spielt es für ihn grundsätzlich keine Rolle, wer auf der Platte steht. „Für mich ist es wichtig, dass die die spielen, das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben. Gegen Göppingen und Flensburg hat das nicht so richtig funktioniert. Am Sonntag erwarte ich, dass die Mannschaft das besser macht“, fordert Bergemann vor allem, dass die Gallier von der Alb an ihren Aufgabe wachsen. „Ich möchte, dass die Jungs kompakt auftreten und bedingungslos weitermachen, wenn auch mal etwas nicht so funktioniert“, erwartet Bergemann von jedem seiner Spieler einen absoluten Einsatzwillen und, dass sich die Mannschaft ihre Chancen intensiver erarbeitet.

Wie Abwehrchef Davor Dominikovic die Chancen für einen Einsatz am kommenden Sonntag bei der MT Melsungen selber einschätzt und wie sich die Mannschaft in der spielfreien Zeit vorbereitet hat, erzählte er in der Videovorschau bei HBW.tv (s. nachfolgend).

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