Spielbericht des HBW-Pressedienstes

Deutliche Niederlage in Flensburg

Die FLENS-ARENA ist und bleibt für den HBW Balingen-Weilstetten eine uneinnehmbare Festung. Nicht ein einziges Mal in elf Jahren Bundesliga hatten die Schwaben an der Förde die Möglichkeit an einem Erfolg auch nur ansatzweise zu schnuppern und am Mittwochabend schon gleich gar nicht. Das Spiel gegen den Meisterschaftskandidaten war vom Grundsatz her bereits nach 15 Minuten beim Stand von 12:3 entschieden. Am Ende mussten die Gallier von der Alb mit einer 36:18(17:9)-Packung die Heimreise antreten.

Eigentlich war spätestens seit dem vergangenen Sonntagabend klar, dass der HBW Balingen-Weilstetten in Flensburg vor einer ganz, ganz schwierigen Aufgabe steht. Auch HBW-Trainer Rúnar Sigtryggsson hatte befürchtet, dass sich Flensburg den kompletten Frust, der sich durch die vermeidbare Niederlage gegen den THW Kiel angesammelt hatte, gegen seine Mannschaft von der Seele wirft und genauso ist es gekommen. Nicht eine einzige Minute hatte der HBW die Chance den Hausherren ein ebenbürtiger Gegner zu sein. Die Gallier von der Alb hatten zwar Anspiel und die Chance wenigstens mit dem ersten Angriff mit 1:0 in Führung zu gehen, aber wie später noch öfter, provozierte die aggressive Flensburger Abwehr einen Balinger Ballverlust und Anders Zachariassen erzielt per Tempogegenstoß das 1:0 für die Hausherren.

Ähnlich wie der erste Angriff lief es weiter. Christoph Foth konnte zwar zum 1:1 ausgleichen, aber Flensburg machte weiter Druck. Bis zum 3:1 unterliefen den Hausherren zwar noch einige Fehler, aber die Gallier von der Alb konnten die Ballverluste der SG nicht nutzen. Es brauchte schon eine Zeitstrafe für die Hausherren und eine zahlenmäßige Überlegenheit, um das 3:2 zu erzielen. Wieder vollzählig machten die SG aber so richtig ernst. Dem 3:2 von Martin Strobel folgte ein 7:0-Lauf der SG. HBW-Trainer Sigtryggsson versuchten diesen noch mit einer Auszeit beim 6:2 zu stoppen, aber seine Worte fanden genauso wenig Gehör wie bei seiner zweiten Auszeit, die er nur wenig später beim 10:2 nahm.

Die Statistik zwischen den zwei Auszeiten liest sich ähnlich, wie das gesamte Spiel gelaufen ist: technischer Fehler HBW, Tempogegenstoß Flensburg: 7:2, technischer Fehler HBW, Tempogegenstoß Flensburg: 8:2, technischer Fehler HBW, Tempogegenstoß Flensburg: 9:2, Parade von SG Torhüter Matthias Andersson, Tempogegenstoß Flensburg: 10:2. Obwohl damit das Spiel so gut wie gelaufen war, versuchte Sigtryggsson nochmals gegenzusteuern. Nach seiner zweiten Auszeit nach gerade mal knapp 13 Minuten lief es zwar etwas besser, aber Flensburg war und blieb die tonangebende Mannschaft. Die Hausherren warteten auf die Fehler der Schwaben und nutzten diese gnadenlos aus. Nach dem 10:3 durch Markus Stegefelt zog Flensburg weiter davon. Es dauerte bis zur 17. Spielminute ehe Christoph Foth der viert Balinger Treffer gelang.

Nach dem 12:4 änderte sich an der Tordifferenz bis zu Halbzeitpause nichts mehr. Wer auf Balinger Seite allerdings darauf gehoffte hatte, dass sich Flensburg damit begnügt, die deutliche Halbzeitführung in den zweiten dreißig Minuten nur noch zu verwalten, der wurde schnell eines Besseren belehrt. Die Hausherren machten weiter Druck und Tempo und legten Treffer um Treffer nach. Vom Verlauf her war die erste Viertelstunde der zweiten Hälfte mit den ersten 15 Minuten des Spieles zu vergleichen. Es stand 11:3 zu Beginn und ein 11:3 Lauf sorgte bis zur 45. Minute für den Zwischenstand von 28:12. Das einzig bemerkenswerte aus Balinger Sicht bis dahin und das auch noch negativ, war die Disqualifikation von Pascal Hens in der 34. Minute. Nach einem Ballverlust hatte er versucht, den Tempogegenstoß von Lasse Svan zu verhindern und erwischte diesen dabei so unglücklich, dass ihn die beiden Unparteiischen frühzeitig zum Duschen schickten.

Nicht einmal in der Schlussphase hatten die Flensburger ihren Torhunger gestillt. Sie machten Tempo bis zum Schluss und freuten sich am Ende über den höchsten Saisonsieg. Für den HBW ist die 36:18-Niederlage die deutlichste der Saison und führt dazu, dass die Gallier von der Alb in der Tabelle wieder um einen Platz nach unten rutschten obwohl auch Göppingen in Lemgo verloren hat. Die Schwaben haben jetzt neun Tage Zeit, um die Klatsche aus den Glieder zu schütteln, bevor das wichtige Heimspiel gegen den HC Erlangen ansteht.

Die Mannschaften

SG Flensburg-Handewitt: Mattias Andersson, Kevin Moeller (TW); Tobias Karlsson, Holger Glandorf 2, Thomas Mogensen, Lasse Svan 9, Hampus Wanne 6, Petar Djordjic 5, Johan Jakobsson 2, Jacob Heinl, Anders Zachariassen 5, Jim Gottfridsson 1, Rasmus Lauge Schmidt 4, Ivan Horvat 2;

HBW Balingen-Weilstetten: Tomas Mrkva, Peter Johannesson (TW); Pascal Hens, Christoph Foth 4, Tobias Wagner, Matthias Flohr, Jannik Hausmann 1, Lars Friedrich 2, Tim Nothdurft 1, Thorben Kirsch, Martin Strobel 3, Yves Kunkel 1, Markus Stegefelt 4, Sascha Ilitsch 2:

Zeitstrafen

SG 4, HBW 5;

Strafwürfe

SG 3/0, HBW 2/0;

Nächstes Spiel

HBW Balingen-Weilstetten – HC Erlangen, Freitag, 25. November, 19:45 Uhr, SparkassenArena in Balingen.

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